p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/ Newsmeldungen de p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://vorschau.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 24 May 2019 10:58:46 +0200 Offene Kirchen zum "Tag der Nachbarn" https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/offene-kirchen-zum-tag-der-nachbarn.html Berlin (epd). Mehr als 40 Kirchengemeinden beteiligen sich am Freitag erstmals in Berlin und Brandenburg am "Tag der Nachbarn". Die Gemeinden verlegen dafür den traditionellen Pfingst-Termin für die "Nacht der offenen Kirchen" von Pfingstsonntag auf den 24. Mai, wie der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg mitteilte. Vertreten seien Gemeinden aller Konfessionen.

Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, der griechisch-orthodoxe Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, betonte: "Wir kommunizieren über Facebook mit Freunden aus aller Welt, kennen aber kaum unsere Nachbarn." In einer Zeit, in der viele nur ihren eigenen Vorteil suchten und in sozialen Netzwerken der Hass dominiert, sei es wichtig, "Achtsamkeit und Zusammenhalt zu stärken".

Die "Nacht der offenen Kirchen" findet in diesem Jahr zum 18. Mal statt. Kirchen öffnen dafür ihre Türen mit einem Programm von Bach bis Bratwurst. Geplant sind unter anderem Konzerte, Lesungen und Turmbesteigungen. Kirchengemeinden in Cottbus und Umgebung laden weiterhin am 9. Juni zur traditionellen "Nacht der offenen Kirchen" ein, wie der ÖRBB weiter mitteilte.

Der bundesweite "Tag der Nachbarn" war im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden. Der Vorteil der Terminverlegung sei, dass die Kirchengemeinden sich so an einem größeren Netzwerk beteiligen können, "das uns über unsere Kirchenmauern hinweg mit anderen Menschen, Gruppen und Initiativen" verbinde, hieß es im Januar zur Begründung. Zugleich löse das Zusammengehen mit dem "Tag der Nachbarn" ein Terminproblem. Denn Pfingsten sei als Termin der "Nacht der offenen Kirchen" in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten "wegen zahlreicher Konkurrenzen" wie Konfirmationen und dem Karneval der Kulturen in Berlin.

Internet
www.oerbb.de
www.fest-der-kirchen.de
www.tagdernachbarn.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Fri, 24 May 2019 10:58:46 +0200
Dröge: Christen sollten sich in Politik einbringen https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/droege-christen-sollten-sich-in-politik-einbringen.html Berlin (epd). Christen sollten sich nach Ansicht des Berliner evangelischen Bischofs Markus Dröge politisch betätigen. "Es steht uns als Christen gut an, Verfassungspatrioten zu sein", schreibt Dröge in einem Beitrag für die Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe vom 26. Mai) zum 70. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes. Darunter verstehe er Bürger, "die sich mit den Grundwerten der Verfassung identifizieren und sich aktiv in das politische Geschehen unseres Landes einbringen".  

Dröge nannte das Grundgesetz "ein Meisterwerk". "Was ursprünglich als Provisorium bis zur Wiedervereinigung Deutschlands gedacht war, ist heute eine der angesehensten Verfassungen weltweit", schreibt Dröge. Das Menschenbild der Verfassung sei "mit dem christlichen Menschenbild, das in jedem Menschen ein Abbild Gottes erkennt, gut vereinbar", betonte der Berliner Bischof.

Das Grundgesetz beginne "gleich im ersten Artikel mit einem der wichtigsten, klarsten und schönsten Sätze, der je geschrieben wurde: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar'." Dies sei die Grundlage von allem staatlichen und gesellschaftlichen Handeln. "Der Mensch, nicht mehr der Staat oder gar 'Nation' oder 'Volk', steht von jetzt an im Mittelpunkt", unterstrich Dröge.

Die klaren Verfassungssätze wie etwa "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" (Artikel 3 Absatz 1)", "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" (Artikel 3 Absatz 2) oder "Die Todesstrafe ist abgeschafft" (Artikel 102) hätten vor 70 Jahren in keiner Weise der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung entsprochen: "Sie entsprechen aber der Würde des Menschen, die in seiner Gottebenbildlichkeit begründet ist. Sie wurden aus Überzeugung, nicht als Abbild der Mehrheitsmeinung formuliert", betonte der evangelische Theologe.


Internet
Der Beitrag in der "Die Kirche": http://u.epd.de/18iq

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 23 May 2019 12:42:56 +0200
Studie: Schüler wollen mehr Liebe im Unterricht https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/studie-schueler-wollen-mehr-liebe-im-unterricht.html
Die Studie mit dem Titel "Bunt. Lieben. Leben." entstand im Rahmen der "Diversity"-Strategie, die der evangelische Schulträger derzeit für seine 32 Schulen in Berlin und Brandenburg entwickelt. Befragt wurden etwa gleich viel Mädchen und Jungen an insgesamt drei Schulen in Berlin-Mitte, in Berlin-Neukölln und im brandenburgischen Neuruppin.

Laut Studie haben mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten im Biologieunterricht zum Thema Sexualität vor allem Körperwissen behandelt. Sieben Prozent gaben an, dass sie sich im Unterricht noch gar nicht mit dem Thema Sexualität auseinandergesetzt haben.

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung, Frank Olie, erklärte, Schülerinnen und Schüler würden in den Einrichtungen des Trägers "zum freien Denken und engagierten Handeln" ermutigt. Sie sollten ihre Verantwortung für die Gestaltung der Gesellschaft wahrnehmen. Dazu zähle auch der Umgang mit sexueller Vielfalt und der eigenen Gender-Identität. "Unsere Diversity-Strategie startet darum nicht mit Lehrplänen, sondern fragt zuerst, was die Schüler*innen brauchen", erklärte Olie.

"Die Themen Liebe, Sexualität und Gender-Identität sind in Schulen immer noch mit vielen Vorurteilen belegt", sagte Rainer Gronen, Co-Studienautor und Leiter der Weiterbildungsabteilung der Schulstiftung. Lehrer wüssten oft nur wenig über die Probleme und Wünsche ihrer Schüler.

Annika Zawadzki von BCG und Mitautorin der Studie betonte, Schulen sollten "ein offenes und unterstützendes Umfeld für den Umgang mit Vielfalt, Sexualität und Gender-Identität" schaffen. Sie legten den Grundstein dafür, dass junge Menschen unabhängig von der eigenen sexuellen Orientierung gestärkt ins Leben starten.

Laut Studie wollen acht von zehn befragten Schülern die eigene Sexualität nicht im Unterricht thematisieren. Stattdessen wünschten sie aber mehr Präsenz der Themen Liebe, Sexualität und Vielfalt im geschützten Raum der Schule. Als Beispiel wurde etwa ein "Diversity"-Tag an der Schule mit Workshops und Vorträgen genannt. Dabei gab es leichte Unterschiede zwischen Schülern, die angaben, heterosexuell zu sein (79 Prozent), und solchen, die sich als homo-, bi- oder asexuell identifizierten (zwölf Prozent).

91 Prozent der nicht-heterosexuellen und 88 Prozent der heterosexuellen Schüler gaben zudem an, dass sie sich konkrete Regeln wünschen, die vor Diskriminierung im Schulalltag schützen. Schüler, die angaben, nicht heterosexuell zu sein, suchten den Angaben zufolge bei den Themen Liebe und Sexualität stärker den Kontakt zu Vertrauenslehrern (22 Prozent) und Erziehern (18 Prozent) als heterosexuelle Schüler. Bei diesen waren es nur zehn und drei Prozent.

Auch bei der Wahrnehmung der Offenheit der Schulen bezüglich sexueller Orientierung zeigen sich Gegensätze: Während 84 Prozent der heterosexuellen Schüler die Schule als offenen Raum betrachten, sind es bei den nicht-heterosexuellen Befragten nur 65 Prozent.

Internet
www.schulstiftung-ekbo.de
http://u.epd.de/18im

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 23 May 2019 12:39:41 +0200
Hilfe rund um die Uhr https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/hilfe-rund-um-die-uhr.html Erfurt (epd). Notfallseelsorger und Kriseninterventionshelfer werden deutschlandweit jährlich zu etwa 25.000 Einsätzen nach Unfällen oder Katastrophen gerufen. Es sei sichergestellt, dass den lokalen Leitstellen immer ein Team zur Verfügung steht, sagte der Vorsitzende der Konferenz Evangelische Notfallseelsorge (KEN), Ralf Radix, am Mittwoch in Erfurt. Zehn Jahre nach dem Amoklauf an der Albertville-Realschule im württembergischen Winnenden und 17 Jahre nach den tödlichen Schüssen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium kamen im Augustinerkloster der Thüringer Landeshauptstadt rund 350 Mitarbeiter von Kirchen, Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und Feuerwehren zum 19. Bundeskongresses Notfallseelsorge und Krisenintervention unter dem Motto "Schulische Notfälle" zusammen.

Der Opfer-Beauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, würdigte zu Beginn das Engagement Tausender ehrenamtlicher Helfer. "Ich bin hier, um Danke zu sagen", erklärte er zum Auftakt des dreitägigen Kongresses. Er betonte dessen Wichtigkeit für die notwendige Vernetzung aller an dem Thema Krisenbewältigung Beteiligten.
Nach Angaben von Radix engagierten sich deutschlandweit über 7.000 Männer und Frauen bei der Unterstützung traumatisierter Menschen. Dabei spiele die von den beiden großen Kirchen getragene Notfallseelsorge im Westen der Republik eine größere Rolle, im Osten seien es vor allem Kriseninterventionshelfer, fügte er hinzu.

Bei dem Treffen gehe es unter anderem darum, wie Kinder und Jugendliche traumatische Ereignisse in der Schule erlebten und verarbeiteten. Die Spannbreite der dramatischen Vorfälle, von denen Schüler betroffen sein könnten, reiche von tödlichen Unfällen auf Schulausflügen oder im Sportunterricht bis hin zum Suizid eines Mitschülers, erläuterte Radix. Auf die daraus resultierenden Herausforderungen - wie geht man zum Beispiel mit dem verwaisten Platz im Klassenzimmer um, in welcher Form wird der Vorfall thematisiert bis hin zur Organisation zu Gedenkfeiern - müssten auch die Helfer vorbereitet sein. Zum Kongress nach Erfurt seien daher Experten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum angereist, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

Das Wissen in diesem Bereich sei in den vergangenen Jahren, insbesondere nach den traumatischen Erfahrungen von Erfurt und Winnenden, stark gewachsen, sagte Harald Karutz von der Medical School Hamburg (MHS). Er hatte mit seinem Vortrag "Psychosoziale Notfallversorgung für Kinder und Jugendliche in komplexen Gefahren- und Schadenslagen" den fachlichen Teil des Kongresses begonnen. Nach seinen Angaben sind auf der Grundlage von Erlassen der einzelnen Bundesländer an den meisten Schulen inzwischen interne Krisensysteme etabliert.

Organisiert wird der Kongress von der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK), gemeinsam mit den Trägern der Tagung, der Evangelischen Notfallseelsorge und der Bundeskonferenz Katholische Notfallseelsorge (BKN), im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz. Die Tagung soll künftig alle zwei Jahre in Form einer Sommeruniversität in Erfurt stattfinden, hieß es.


Info
Informationen zu den Dozenten und dem Programm des Kongresses sind zu finden unter http://u.epd.de/18gr

Internet
www.nfs-kit.de
www.vrk-akademie.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 22 May 2019 14:03:50 +0200
Multireligiöser Gottesdienst vor Friedenslauf https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/multireligioeser-gottesdienst-vor-friedenslauf.html
Gestaltet wurde die Feier unter anderem von Vertretern des "House of One", Imam Kadir Sanci, Rabinerin Esther Hirsch und Pfarrer Gregor Hohberg. Beteiligt waren zudem Schüler der Evangelischen Schule in Berlin-Mitte. Bei der Feier für Vielfalt und Verständigung sollten auch Riten der jeweils anderen Religion vermittelt werden, wie es weiter hieß.  

Der multireligiöse Gottesdienst setze ein "deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Verständigung", hatte der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung, Frank Olie, im Vorfeld betont. Der Imam des "House of One", Osman Örs, sagte, den "Geist des respektvollen Miteinanders gilt es zu wahren und zu leben".

Beim 14. Berliner Friedenslauf am Mittwoch werden rund 4.500 Schüler aus Berlin und Brandenburg erwartet. Veranstalter sind das Forum Ziviler Friedensdienst, die Evangelische Schulstiftung und der Berliner Firmenlauf. Mit dem Friedenslauf soll den Angaben zufolge ein Zeichen für Solidarität mit geflüchteten Menschen und gewaltfreie Friedenspolitik gesetzt werden.

Jede Läuferin und jeder Läufer sucht sich zudem eine Spenderin oder einen Spender und vereinbart einen festen Betrag für jede gelaufene Runde. Das Geld ist in diesem Jahr für ein Friedensprojekt in Israel und Palästina bestimmt, "denn es gibt auf beiden Seiten Menschen und Gruppen, die sich für ein Ende von Hass und Gewalt einsetzen", betonten die Veranstalter. Zudem fördert die Evangelische Schulstiftung mit den erlaufenen Spenden das "House of One", ein von den drei Religionsgemeinschaften der Juden, Christen und Muslime gemeinsam geplantes Bet- und Lehrhaus im Zentrum Berlins.

Die 1,9 Kilometer lange Strecke führt am Brandenburger Tor vorbei und durch den Tiergarten. Im vergangenen Jahr erbrachte der Friedenslauf rund 40.000 Euro, wovon ein Friedensprojekt im Libanon unterstützt wurde.

Info
Der Friedenslauf startet am Mittwoch, 22. Mai 2019, um 10.30 Uhr mit einem Bühnenprogramm vor dem Sowjetischen Ehrendenkmal auf der Straße des 17. Juni. Die Läuferinnen und Läufer starten um 11.00 Uhr.

Internet
www.house-of-one.org
www.schulstiftung-ekbo.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 21 May 2019 13:22:31 +0200
Open-Air-Gottesdienste und Konzerte zu Himmelfahrt https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/open-air-gottesdienste-und-konzerte-zu-himmelfahrt.html Berlin (epd). Zu Christi Himmelfahrt (30. Mai) laden die evangelischen Kirchen in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz wieder zu zahlreichen Open-Air-Gottesdiensten und Konzerten ein. So gibt es auf dem ehemaligen Mauerstreifen Rudow-Schönefeld- Großziethen einen Gottesdienst anlässlich 30 Jahre Mauerfall, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Montag ankündigte. Weitere Freiluftgottesdienst finden unter anderem am Zeesener See mit anschließendem Strand-Picknick (Landkreis Dahme-Spreewald), vor der Gustav-Adolf-Kirche in Berlin zusammen mit der Nachbargemeinde aus Charlottenburg-Nord und der Presbyterian Church of Ghana Berlin oder vor dem Rathaus in Putlitz (Prignitz) sowie der Schlossruine Bornsdorf bei Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) statt.

In der Kirche St. Nikolai in Jüterbog wird ein Gottesdienst mit Aufzug der historischen Christusfigur in die Kirchendecke, ein Brauch aus dem Mittelalter, gefeiert. In der Kirche von Stavenow (Prignitz) gibt es einen Gottesdienst mit Fahrradsternfahrt. Der Berliner Propst und designierte Bischof Christian Stäblein predigt in der St. Matthäuskirche am Berliner Kulturforum. Die Liturgie gestalten Pfarrer Hannes Langbein und Dietrich Sagert vom Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur.

Im Dom St. Marien in Havelberg lädt der Tenor Björn Casapietra zu einem Abend mit den "schönsten Himmelsliedern". Die Kantorei und der Elternchor der Kirchengemeinde Heiligensee führt auf der Gemeindewiese Waldkirche Heiligensee die gesamte "Missa for you(th)" des Komponisten Tjark Baumann auf.

Seit dem vierten Jahrhundert feiern Christen 40 Tage nach Ostern Christi Himmelfahrt. Das Fest erinnert daran, dass Jesus nach der Apostelgeschichte im Neuen Testament vor den Augen seiner Jünger in den Himmel aufgehoben wurde.


Internet
Weitere Gottesdienst- und Konzerttermine: http://u.epd.de/18fp

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 21 May 2019 10:42:52 +0200
Historisches Klostergebäude für 2,5 Millionen Euro saniert https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/historisches-klostergebaeude-fuer-25-millionen-euro-saniert.html Kloster Lehnin (epd). Das Elisabethhaus des früheren Zisterzienserklosters Lehnin in Brandenburg ist für rund 2,5 Millionen Euro saniert worden. Das Bauwerk des diakonischen Sozialunternehmens Evangelisches Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin wurde nach Abschluss der rund vierzehnmonatigen Arbeiten am Montag als Tagungs- und Fortbildungsstätte neu eröffnet. Bei der Feier hielt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, eine Andacht, sagte eine Sprecherin der Landeskirche dem Evangelischen Pressedienst epd.

Von den erweiterten Nutzungsmöglichkeiten des Hauses werde die ganze Region profitieren, erklärte Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). Das Ministerium hat die Sanierung mit rund 1,4 Millionen Euro EU-Mitteln gefördert. Weitere Fördermittel kamen vom Wissenschaftsministerium und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Mit der Sanierung des Elisabethhauses nehme das Zentrum Kloster Lehnin weiter Form an, hieß es im Ministerium. Das Elisabethhaus entstand aus der baulichen Zusammenfassung mehrerer Wirtschaftsgebäude des Klosters. Für Veranstaltungen und Tagungen stehen dort ein Festsaal, zwei Seminarräume sowie 16 Gästezimmer mit 29 Betten zur Verfügung. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem Feuchtigkeitsschäden behoben.

Das Elisabethhaus ist den Angaben zufolge seit mehr als 600 Jahren das prägende Gebäude des heute Amtshof genannten früheren Wirtschaftshofes des Zisterzienserklosters Lehnin. Ursprünglich bestand es aus zwei gotischen Backsteingebäuden, die ab dem späten 13. Jahrhundert als Stallanlagen, Scheunen und Remisen errichtet wurden. In den folgenden Jahrhunderten wurde es entsprechend den wirtschaftlichen Notwendigkeiten immer wieder überformt und an die jeweiligen Nutzungsanforderungen angepasst.

Nach der Säkularisierung des Klosters Lehnin 1542 im Zuge der Reformation wurde die historische Anlage kurfürstliche und später königliche Domäne. Ab 1913 wurde sie für das evangelische Diakonissenmutterhaus Luise-Henrietten-Stift umgebaut.

Das Diakonieunternehmen Evangelisches Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin hat 2004 die Trägerschaft des Klosters von der Landeskirche übernommen. Bis 2013 nutzte eine evangelische Ausbildungsstätte für Pflegeberufe das Gebäude als Internat für Pflegeschülerinnen und -schüler sowie für Teile des Unterrichts.

Internet
www.diakonissenhaus.de
www.ekbo.de
www.mlul.brandenburg.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 20 May 2019 15:48:43 +0200
Zehntausende demonstrieren bundesweit für solidarisches Europa https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/zehntausende-demonstrieren-bundesweit-fuer-solidarisches-europa.html Frankfurt a.M./Hamburg (epd). Eine Woche vor der Europawahl sind in ganz Deutschland am Sonntag Zehntausende Menschen gegen Rechtspopulismus und für ein soziales Europa auf die Straße gegangen. Aufgerufen hatte das Bündnis "Ein Europa für alle - Deine Stimme gegen Nationalismus". Auf Plakaten und Transparenten verliehen die Demonstranten ihren Forderungen Nachdruck, bei der Europawahl das Feld nicht den Populisten und Rechtextremisten zu überlassen. Die größte Kundgebung fand den Angaben zufolge in Köln mit 45.000 Teilnehmern statt. Bundesweit waren laut Veranstaltern über 150.000 Menschen auf der Straße.

Das europaweite Bündnis hatte zu rund 50 Veranstaltungen in 13 Ländern der EU aufgerufen, darunter Polen, Bulgarien, Schweden, Dänemark, Frankreich, die Niederlande und Spanien. In Deutschland gab es Demonstrationen neben Köln in Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und München. Der Protest wurde unterstützt von zahlreichen Organisationen, darunter den Gewerkschaften, dem Paritätischen Gesamtverband, Attac, den NaturFreunden Deutschlands, Pro Asyl und kirchlichen Hilfswerken.

In Köln zählten die Veranstalter rund 45.000 Teilnehmer, die Polizei sprach von bis zu 30.000. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) appellierte, sich an der EU-Wahl zu beteiligen. An einem Bühnenprogramm beteiligten sich Kölner Bands wie die Höhner, Brings und BAP mit Sänger Wolfgang Niedecken.

In Berlin gingen bei strahlendem Sonnenschein mehrere Tausend Menschen gegen Rechtspopulismus und für ein soziales Europa auf die Straße. Laut Veranstalterangaben zogen rund 20.000 Menschen vom Alexanderplatz zur Siegessäule am Großen Stern, die Polizei zählte etwa die Hälfte, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte.

Auf der Abschlusskundgebung vor der Siegessäule warnte der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge vor einem Erstarken der Populisten im neuen Europaparlament. Dagegen müssten die Bürger ein Zeichen setzen und wählen gehen. Europa sei nicht perfekt, es gebe viel zu ändern. Dies müsse aber weiter im Geist der Partnerschaft, der Völkerverständigung und der Versöhnung erfolgen. Populisten spielten dagegen "mit dem Feuer völkischer Ideologien und nationalem Egoismus", um das Friedensprojekt Europa von innen heraus zu schwächen, so Dröge.  

Auch Christoph Bautz von Campact rief dazu auf, zur Wahl zu gehen. Zugleich forderte er vom neuen Parlament in Straßburg ein sozialeres Europa mit europäischem Mindestlohn und Grundeinkommen. Zudem müsse der Kampf gegen die Klimakrise auf EU-Ebene angegangen und die EU-Landwirtschaftspolitik endlich ökologisch ausgerichtet werden. Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl, betonte, am Beispiel der Flüchtlingspolitik zeige sich, wie zivilisatorische Standards in der EU eingerissen würden.

Bei der Großdemonstration am Sonntag in München kamen nach Veranstalterangaben am frühen Nachmittag etwa 20.000 Demonstrierende zusammen. Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, forderte gute Arbeitsbedingungen statt eines Dumping-Wettbewerbs in ganz Europa. Auf dem Münchner Odeonsplatz rief Jena nach Angaben des Gewerkschaftsbundes dazu auf, die Europäische Union als "Vorbild für eine faire Globalisierung" aufzustellen.

In Hamburg folgten am Sonntag mehrere Tausend Menschen dem Aufruf des Bündnisses. Nach Angaben der Polizei hatten sich rund 12.000 Menschen am Mittag auf dem Rathausmarkt versammelt, um durch die Innenstadt zu ziehen. Auch in anderen deutschen Städten fanden Demonstrationen gegen einen Rechtsruck im Europaparlament statt. In Leipzig versammelten sich laut Veranstalter rund 10.000 Menschen, in Stuttgart kamen auf dem Arnulf-Klett-Platz 12.000 Menschen zusammen.

Internet
www.ein-europa-fuer-alle.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 20 May 2019 12:16:50 +0200
"Allianz für Weltoffenheit" ruft zur Stimmabgabe bei Europawahl auf https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/allianz-fuer-weltoffenheit-ruft-zur-stimmabgabe-bei-europawahl-auf.html Berlin (epd). Das gesellschaftliche Bündnis "Allianz für Weltoffenheit" hat alle deutschen Bürger dazu aufgerufen, bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abzugeben. Die Wähler sollten mit ihrer Stimme "die demokratischen und proeuropäischen Parteien" im Europäischen Parlament stärken, heißt es in dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wahlaufruf. "Es kommt auf unsere Stimmen an, wenn wir in einem demokratischen Europa leben wollen, das sich als Wertegemeinschaft versteht und entschieden für die Menschenwürde, für Freiheit und Gleichheit, für Rechtsstaatlichkeit, Teilhabe und für die Wahrung der Menschenrechte eintritt", heißt es darin weiter.

Neben gesellschaftlichen, sportlichen und sozialen Organisationen beteiligen sich auch religiöse Vereinigungen, wie die beiden christlichen Kirchen, der Zentralrat der Juden und der Koordinationsrat der Muslime, an dem Wahlaufruf. "Die diesjährige Europawahl muss ein Zeichen gegen Nationalismus und für ein vereintes und weltoffenes Europa werden", sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, anlässlich der Veröffentlichung. In Zeiten von nationalen Egoismen, von Abschottung und Abgrenzung liege in der europäischen Idee eine starke Antwort auf Populismus und Extremismus, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, wandte sich auch gegen Abschottung und gegen nationalistische Forderungen, Landesgrenzen zu schließen. "Nur gemeinsam können wir die großen Umbrüche unserer Zeit - wie Globalisierung, Migration, Digitalisierung und Klimawandel - erfolgreich bewältigen", sagte Hoffmann. Dafür brauche man ein soziales Europa, das die Menschen schütze. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer betonte, Europa sichere seit sieben Jahrzehnten Frieden und Freiheit, wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit.

Zur "Allianz für Weltoffenheit", die im Februar 2016 ins Leben gerufen wurde, gehören die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring sowie der Deutsche Olympische Sportbund.

Internet
Aufruf der "Allianz für Weltoffenheit": http://u.epd.de/18d5
Pressemitteilung: http://u.epd.de/18d6

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 16 May 2019 13:00:20 +0200
Gottesdienst für Christen, Juden und Muslime https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/gottesdienst-fuer-christen-juden-und-muslime.html (epd). Das interreligiöse Berliner "House of One" und die Evangelische Schulstiftung laden am Dienstag (21. Mai) zu einem multireligiösen Gottesdienst für Christen, Juden und Muslime in die St. Marienkirche am Alexanderplatz ein. Damit solle "ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Verständigung" gesetzt werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Schulstiftung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Frank Olie, am Mittwoch in Berlin. Gestaltet wird die Feier von Imam Kadir Sanci, Rabbiner Andreas Nachama und Pfarrer Gregor Hohberg sowie von Schülern.

Berlin gelte als vielfältig und tolerant: "Aber eine offene und wertschätzende Haltung setzt Begegnung und Verständigung voraus", heißt es in der Einladung. Der Gottesdienst findet traditionell einen Tag vor dem Berliner Friedenslauf statt.

Beim 14. Berliner Friedenslauf werden den Angaben zufolge rund 4.500 Schüler aus Berlin und Brandenburg erwartet. Dabei sucht sich jeder Läufer einen Spender und vereinbart mit ihm einen festen Betrag für jede gelaufene Runde. Die 1,9 Kilometer lange Strecke führt am Brandenburger Tor vorbei und durch den Tiergarten.

Im vergangenen Jahr trugen die Läufer den Angaben zufolge rund 40.000 Euro zusammen. Davon wurde ein Friedensprojekt im Libanon unterstützt. In diesem Jahr werden die Läufer Friedensprojekte in Israel und Palästina unterstützen, hieß es. Zudem fördere die Evangelische Schulstiftung mit den erlaufenen Spenden das "House of One", ein von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam geplantes Bet- und Lehrhaus im Herzen Berlins.

Info
Der Gottesdienst beginnt am Dienstag, dem 21. Mai um 10.30 Uhr in der St. Marienkirche.
Der Friedenslauf startet am Mittwoch, dem 22. Mai 2019, um 10:30 Uhr mit einem Bühnenprogramm vor dem Sowjetischen Ehrendenkmal auf der Straße des 17. Juni.

Internet
www.house-of-one.org
www.schulstiftung-ekbo.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 16 May 2019 12:53:04 +0200