p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/ Newsmeldungen de p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://vorschau.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 01 Apr 2020 09:42:52 +0200 Führungswechsel an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/fuehrungswechsel-an-der-evangelischen-hochschule-berlin-ehb.html Zusammen mit dem Prorektor für Forschung und Lehre, Prof. Dr. Michael Komorek, und dem neuen Kanzler der EHB, Andreas Flegl, übernimmt er am 1. April die Leitung der Hochschule. Schröer-Werner folgt auf Prof. Dr. Anusheh Rafi, Professor für Bürgerliches Recht, der seit Februar 2015 als Rektor der EHB vorstand und bei der Wahl im Juli 2019 nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidiert hatte.

Prof. Dr. Schröer-Werner wurde im Wintersemester 2015/16 an die EHB berufen. Zuvor hatte der diplomierte Sozialarbeiter/-pädagoge (FH Zittau) und studierte Soziologe (TU Dresden) eine Vertretungsprofessur an der Hochschule Nordhausen. Schröer-Werner ist bereits in verschiedenen Gremien der Hochschule aktiv, unter anderem im Akademischen Senat und im Nominierungsausschuss. Seine internationalen Aktivitäten führen ihn regelmäßig nach Rumänien, wo er zu Transnationalisierungsprozessen im ländlichen Raum Siebenbürgens forscht.

Seinen Einstieg als Rektor wird er heute jedoch nicht an der Hochschule vor Ort starten, da die EHB ihren Lehrbetrieb am 1. April ohne Präsenzbetrieb startet. Genauso geht es auch den 260 neuen Erstsemestern der EHB, die ihre Hochschule zunächst nicht vor Ort kennen lernen. Der für diesen Mittwoch terminierte Einführungstag mit Begrüßung und Campusführung muss genauso entfallen, wie die für morgen geplante feierliche Amtsübergabe des Rektorats. Die Feier und der Gottesdienst mit dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (EKBO) Dr. Christian Stäblein, wird auf den 8. Oktober 2020 verschoben.

Prof. Dr. Sebastian Schröer-Werner: „Die aktuellen Ereignisse und Anforderungen der Corona-Pandemie stellen die EHB und ihre Hochschulangehörige vor nie gekannte Herausforderungen. In den vergangen zwei Wochen hat die Hochschule unter immensen Anstrengungen und in intensiver Zusammenarbeit der beteiligten Kolleg*innen aus Verwaltung, Lehre und Studierendenschaft ein alternatives Lehr- und Lernangebote sowie das technische Rückgrat für ein digitales online Angebot geschaffen. Nur so war es möglich, dass wir heute den Studienbetrieb an der EHB aufnehmen können. Dafür möchte ich allen sehr herzlich danken. Ich hoffe sehr, dass wir in den kommenden Wochen für alle eine gute Alternative zum Präsenzbetrieb anbieten können, so dass unsere Studierenden die Möglichkeit bekommen, ihr Studium so gut wie möglich fortzuführen."  

Verabschiedung des Rektors Prof. Dr. Anusheh Rafi nach fünf Amtsjahren
Neben den aktuellen Herausforderungen steht die Hochschule vor weiteren Entwicklungsprozessen. In der Amtszeit von Prof. Dr. Anusheh Rafi wurden sowohl die Weiterentwicklung der Hochschule als auch mehrere inhaltliche Projekte angestoßen. So unterzog sich die Hochschule erfolgreich einem Audit Internationalisierung und führt zurzeit das Transfer-Audit durch. Bereits seit 2018 läuft das mehrjährige Bauvorhaben zur energetischen Sanierung des denkmalgeschützten Campus, finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das Land Berlin sowie aus Eigenmitteln der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (EKBO). Bereits Ende vergangenes Jahr konnte der mehrjährige Entwicklungsprozess der neuen Verfassung mit einer neuen Grundordnung finalisiert werden und der laufende Profilbildungsprozess der Hochschule soll im kommenden Sommersemester abgeschlossen werden, sobald wieder Präsenztreffen möglich sind. Auch die Zentrale Fort- und Weiterbildung wurde strukturell an der EHB verankert und die ersten Angebote laufen seit Herbst 2019.

Prof. Dr. Anusheh Rafi: „Trotz der begrenzten Ressourcen an unserer Hochschule gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, die wir nutzen. Auch freue ich mich, dass nun der neue Masterstudiengang Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik startet und wir voraussichtlich im Herbst einen Master Gesundheit/Pflege – Berufspädagogik und Kommunales Management anbieten können. Ich danke allen, die die EHB während meiner Amtszeit unterstützt haben, für die Zusammenarbeit und übergebe das Amt mit dem guten Gefühl, die Hochschule in den Händen einer kompetenten und engagierten Hochschulleitung zu wissen."  

Neuer Kanzler an der EHB
Unterstützt wird das Rektorat der EHB seit März von dem neuen Kanzler Andreas Flegl. Er wurde mit großer Freude an der EHB begrüßt, denn die Hochschule musste das vergangene Jahr ohne Verwaltungschef auskommen.  Der studierte Rechtswissenschaftler Flegl war, nach Stationen an der Fachhochschule Stralsund und der Hochschule Neubrandenburg, seit 2008 als Kanzler an der Alice-Salomon Hochschule Berlin tätig. Seine Expertise und Erfahrung im Hochschul- und Bildungsbereich bringt er jetzt in die EHB ein, aktuell in der Task-Force zur Corona-Krise der SAGE-Hochschulen bei der Berliner Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung. Andreas Flegl folgt auf Helmut Sankowsky, der im März in den Ruhestand gegangen ist.

Andreas Flegl: „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen und Lehrenden, die mich sehr herzlich an der EHB empfangen haben. Wie alle Hochschulen steht auch die EHB vor neuen Entwicklungen und Prozessen, die in der aktuellen Situation noch eine zusätzliche Brisanz bekommen. Vor allem die Digitalisierung mit ihren unterschiedlichen Feldern wird uns alle fordern und auch die Einführung neuer Systeme wie das Campus-Management-System oder der Web-Relaunch. Heute möchte ich mich aber vor allem bei unserem E-Learning-Team, den Mitarbeiter*innen im IT-Bereich und den Kolleginnen aus der Lehre bedanken, die den heutigen Start der Online-Lehre in das Sommersemester maßgeblich ermöglicht haben."

Zum Sommersemester 2020 begrüßen die Studiengänge Bachelor Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik sowie Master Leitung-Bildung-Diversität und Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik neue Erstsemester in ihren Reihen. Wann die neuen Studierenden ihre Hochschule, die Kommiliton*innen und den „normalen“ Studienbetrieb auf dem Campus kennenlernen, ist aktuell noch nicht absehbar.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 01 Apr 2020 09:42:52 +0200
#Nothilfeberlin: Kältebus der Berliner Stadtmission fährt weiter https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/nothilfeberlin-kaeltebus-der-berliner-stadtmission-faehrt-weiter.html Normalerweise muss er jetzt zurück in die Garage: Der Kältebus der Berliner Stadtmission ist in jedem Jahr von  Anfang November bis Ende März nachts in der Hauptstadt unterwegs. Sein Auftrag: die Menschen, die auf der Straße leben mit einem heißen Getränk, einem Schlafsack oder eine Isomatte zu versorgen. Und die Obdachlosen, die dies wünschen, in einer Notunterkunft zu bringen, sie damit vor der Kälte zu retten.

Aber in diesem Jahr ist alles anders: Die Berliner Stadtmission fährt weiter! Solange es noch so kalt ist, weiterhin jede Nacht. Und ab Montag, 6. April, wird die Nachtgestalt dann erstmals zum Frühaufsteher: Der Kältebus wird dann tagsüber durch die Straßen Berlins rollen, um obdachlose Menschen aufzusuchen. Diejenigen, zu denen die Mitarbeitenden der Berliner Stadtmission im Laufe des Winters bereits Kontakte aufgebaut haben: Menschen in Multiproblemlagen, mit psychischen und geistigen Einschränkungen, „misstrauische Langzeitobdachlose“ oder auch gesundheitlich Angeschlagene. Und alle anderen, die sonst noch Unterstützung benötigen.

Der Grund: Durch Corona ist die Versorgungstruktur für die Betroffenen weitgehend zusammengebrochen, inzwischen haben die meisten Suppenküchen, Wärmestuben oder auch Notunterkünfte geschlossen. Es gibt kaum zu Essen, wenig medizinische Versorgung, kaum Hygienemöglichkeiten. Außerdem fallen Einnahmequellen wie Betteln oder Flaschen sammeln weg.

Der Kältebus hat nun den Auftrag, in der Krise die Grundversorgung von Menschen sicherzustellen, die sich draußen aufhalten: Mit warmem Essen, heißen Getränken, Hygiene-Artikeln, Wasser, Kleidung, Schlafsäcken und ähnlichem. Das Signal „Du bist in dieser Zeit nicht vergessen, wir sehen Dich und sorgen uns um Dich!“, ist sicherlich gerade jetzt extrem wichtig. Die Mitarbeitenden der Stadtmission können bei den Fahrten prüfen, ob es den Betroffenen gesundheitlich gut geht. Bei Bedarf wird die Ambulanz der Berliner Stadtmission eingeschaltet.

Damit dieses Projekt gelingt, bittet die Berliner Stadtmission alle Hauptstädterinnen und Hauptstädter, möglichst genau die Aufenthaltsorte zu beschreiben, wo obdachlose Menschen leben oder angetroffen wurden. Am besten über diese Mailadresse: kaeltebus@berliner-stadtmission.de

Da diese Fahrten des Kältebusses nicht staatlich ausfinanziert sind, bittet die Berliner Stadtmission um Hilfe. Jeder Euro zählt! www.berliner-stadtmission.de/spenden 

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 31 Mar 2020 21:56:54 +0200
"Wann, wenn nicht jetzt" https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/wann-wenn-nicht-jetzt-1.html
 epd: Inwieweit sind Sie durch die Corona-Krise in Ihrer Arbeit als Seelsorger für Inhaftierte eingeschränkt?

 Lehmann: Wir als Seelsorgende stehen nicht außerhalb der Gesellschaft und auch nicht außerhalb der Gefährdung in den Justizvollzugsanstalten. Das heißt, auch wir als tagtäglich von draußen nach drinnen gehende Mitarbeitende sind potenzielle Gefahrenherde für Inhaftierte. So sind seit dem 15. März auch in den Berliner Justizvollzugsanstalten die Gottesdienste durch Regierungsbeschluss ausgesetzt. Gruppenarbeit ist ebenfalls untersagt. So bleibt die Einzelseelsorge für die Männer bestehen und natürlich auf Wunsch auch für die Justizangestellten, wie auch schon vorher. Abstand einhalten, Hände waschen, keinen Körperkontakt, auch das ist hier lebenswichtig.

 epd: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf den Alltag der Gefangenen aus?

 Lehmann: Die Angehörigen-Besuche entfallen und Gruppenangebote sind eingeschränkt. Jedoch versucht die Anstalt Wegfallendes auszugleichen durch mehr Aufschlusszeiten und Freistunden. Auch die Möglichkeiten zum Telefonieren sollen großzügiger gestaltet werden. Und zum Schluss: Es gibt Lohnfortzahlung für den Fall, dass der Arbeitsbetrieb in Werkstätten eingestellt werden muss.

 epd: Ist eine Betreuung von Gefangenen jetzt noch möglich?

 Lehmann: Ja natürlich. Und wann, wenn nicht jetzt, schlägt doch die Stunde der Einzelseelsorge. In aller Vorsicht für uns selbst und in aller Verantwortung für die Menschen, die sich an uns wenden, dürfen wir aber auch frohgemut unserem Herrn Jesus folgen, der gerade in Krankheitssituationen und mit den Isolationsregeln der damaligen Gesellschaft keinerlei Berührungsängste kannte. Ihm jetzt nachzufolgen, gebietet unser Auftrag für den Dienst am Menschen.

 epd: Wie können Sie den Menschen in dieser Situation helfen?

 Lehmann: Wir in Moabit geben seit 22. März eine ökumenische wöchentliche Kirchenzeitung raus, die erste Nummer in einer Auflage von 100 Stück, die sogenannte "Kirchenpostille für Inhaftierte". Dort wenden wir uns an alle, die mit uns Kontakt halten wollen, mit Tipps für Radio- und Fernsehgottesdienste, mit kleinen Andachten zum Beten auf der Zelle, und besonders mit der Idee, Sonntags um 10 Uhr bei geöffnetem Zellenfenster den Berliner Glocken in Moabit zu lauschen und gemeinsam zu beten und zu singen. Auch wir werden dasein und in der Anstaltskirche das Fenster öffnen und Andacht halten. Auch das haben uns Petrus und Silas, aufgeschrieben in der Apostelgeschichte, vorgelebt.

 epd: Zeigt die JVA-Leitung Verständnis für Ihre Situation und lässt den Kontakt zu Gefangenen weiter zu?

 Lehmann: Unbedingt und dafür sind wir aus tiefem Herzen dankbar. Wir erhalten alle erdenkliche Unterstützung in dieser schweren Zeit. Und die Anstalt weiß unsere Arbeit am Mann zu schätzen. Es bewährt sich jetzt auch die in Moabit ausgesprochen weit entwickelte ökumenische Zusammenarbeit mit den Katholiken, so dass wir in jahrelang eingespielten Seelsorgeteams kooperieren.

(epd) ]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 31 Mar 2020 11:47:45 +0200
Kirchliche Telefonseelsorge warnt vor mehr familiären Konflikten https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/kirchliche-telefonseelsorge-warnt-vor-mehr-familiaeren-konflikten.html
Das Arbeiten im Homeoffice verschärft Müller zufolge die Situation in vielen Familien. Neben ihrer eigenen Arbeit würden Eltern nun auch die Rolle als Lehrer beim Homeschooling ihrer Kinder übernehmen. "Das ist eine Überforderung für die Eltern und für die Kinder auch", sagte der ktbb-Vertreter.

Insbesondere Kindern fehle der Kontakt zu Freunden, im Sportclub oder einfach auf den Spielplatz zu gehen. Zudem fehlten die Großeltern oder andere Verwandte. "Alle, die im sozialen Gefüge eine Alternative darstellen, sind nicht vor Ort", sagte Müller. "Dabei entwickelt man schon einen Lagerkoller", fügte er hinzu.

Die ktbb verzeichne wie auch andere Akteure der Telefonseelsorge aktuell eine steigende Zahl von Anrufern. "Wir haben mindestens 50 Prozent mehr Anrufe als sonst", sagte Müller. Die kirchliche Telefonseelsorge versuche alle für sie verfügbaren Leitungen bis auf den letzten Platz zu nutzen. Dabei könne es dennoch vorkommen, dass Anrufer nicht gleich beim ersten Versuch zu den Seelsorgern durchkämen. Müller verwies darauf, dass es in Berlin seit gut einer Woche auch ein eigenes Corona-Seelsorgetelefon gibt, das unter anderem von der ktbb mitgetragen wird.

Neben familiären Konflikten würden die Mitarbeiter der kirchlichen Telefonseelsorge aktuell verstärkt auch "existenzielle Sorgen" bei Anrufern registrieren. Dabei gehe es unter anderem um wirtschaftliche Ängste.

Müller rief dazu auf, dass aktuelle Motto des "Social Distancing" nur körperlich zu nehmen, also physisch auf Abstand zu gehen. Soziale Bindungen sollte man angesichts der aktuellen Corona-Krise dagegen eher stärken. "Redet miteinander! Oder spielt Federball über den Gartenzaun!", sagte der ktbb-Vertreter weiter. Ebenso empfahl er, sich mit Verwandten oder Freunden zu Telefonaten zu verabreden: "Viele sitzen zu Hause und freuen sich, wenn sie mal andere Stimmen hören als nur aus dem Fernsehen." Der Aufruf zum "Social Distancing" gelte nicht für das zwischenmenschliche Miteinander, so Müller.

(epd)

Info
Die kirchliche Telefon-Seelsorge in Berlin und Brandenburg ist unter den kostenfreien Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222rund um die Uhr erreichbar.

Zudem gibt es in Berlin ein Corona-Seelsorgetelefon mit der Nummer 030/403 665 885. Es ist täglich zwischen 8 bis 18 Uhr erreichbar. ]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 30 Mar 2020 14:44:01 +0200
Menschen im Ausnahmezustand nicht alleine lassen https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/menschen-im-ausnahmezustand-nicht-alleine-lassen-1.html Nach zehn Tagen verzeichnen die Mitarbeitenden des ökumenischen Corona-Seelsorgetelefon eine wachsende Zahl an Anrufen. Im Vordergrund stehen vor allem die Sorgen und Ängste der Menschen vor weiteren Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Derzeit können knapp 50 professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin, der Krankenhausseelsorge und der Kirchlichen Telefonseelsorge die Anrufe entgegen nehmen. Auch bei den Notrufen der Berliner Polizei und der Feuerwehr ist die Nummer des Corona-Seelsorgetelefons hinterlegt. Verschiedene Berliner Betriebe wie etwa die Berliner Wasserwerke und die Gasag geben die Nummer der Seelsorger ebenfalls an Mitarbeitende weiter, die sich in der angespannten Situation aussprechen wollen.  

„Gerade in diesem Ausnahmezustand lassen wir niemand alleine. Zuhören und am Telefon erste Hilfe für die Seele leisten ist uns jetzt besonders wichtig“, sagt Pfarrer Justus Münster, Beauftragter für Notfallseelsorge in Berlin. „Viele Hotlines bieten Rat und Hilfe, aber kein dezidiert seelsorgliches Angebot. Das fehlte, glaube ich“, sagt Bruder Norbert Verse, Koordinator für die Notfallseelsorge im Erzbistum Berlin, „diese Lücke können wir mit dem Corona-Seelsorgetelefon schließen.“  

Nach Aussage der Betreiber des Corona-Seelsorgetelefons rufen Menschen vielfach wegen Beziehungsproblemen und Existenzsorgen an. Auch haben einige Angst vor einer Verschärfung der Corona-bedingten Krise und den Folgen. Aber auch sachliche Fragen wie etwa nach ausgefallenen Gottesdiensten und Alternativangeboten beschäftigen die Anrufer.  

Um für die Nöte und Sorgen der Menschen da sein zu können, hat die Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin seit letzter Woche gemeinsam mit der Kirchlichen Telefonseelsorge und der Krankenhausseelsorge ein Seelsorgetelefon eingerichtet.

Unter der Nummer 030 403 665 885 sind jeden Tag zwischen 8 bis 18 Uhr professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger erreichbar.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 30 Mar 2020 13:45:21 +0200
Chisten, Juden und Muslime feiern gemeinsamen Fernseh-Gottesdienst https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/chisten-juden-und-muslime-feiern-gemeinsamen-fernseh-gottesdienst.html Vertreterinnen und Vertreter von Christentum, Judentum und Islam haben am Sonntag in Berlin einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst vor leeren Kirchenbänken gefeiert, der vom RBB übertragen wurde. Zu den Mitwirkenden in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Charlottenburg gehörten der katholische Erzbischof Heiner Koch, der evangelische Landesbischof Christian Stäblein, Rabbinerin Gesa Ederberg von der Jüdischen Gemeinde Berlin und Imamin Andrea Reimann vom Deutschen Muslimischen Zentrum Berlin. "Unsere Verschiedenheit trennt uns nicht sondern bereichert uns", sagte Rabbinerin Ederberg. Imamin Andrea Reimann nannte die Corona-Pandemie "eine Belastungsprobe der Menschlichkeit".

Der evangelische Landesbischof Christian Stäblein sagte in seiner Predigt, täglich erlebten wir die Neuinfizierungen und das Sterben besonders in Italien: "Wir hören das Weinen und spüren selbst die Tränen". Corona sei aber "keine kollektive Strafe oder pädagogischen Maßnahme Gottes" sondern "Jesus weint mit uns", so der Bischof.

Stäblein rief zu weiterer Solidarität unter den Menschen auf: "Mit Blick auf den Tod ist vieles neu zu reden und neu zu leben." Die Menschen seien füreinander da und nicht gegeneinander. Dazu gehöre, bei denen anzurufen, die einsam seien oder beim Nähen von Schutzmasken mitzuhelfen.

Maria Regina Martyrum ist die Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Opfer des Nationalsozialismus. Der RBB hatte zuvor erklärt, wenn die Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht in die Kirchen gehen könnten, bringe der RBB die Kirche zu den Menschen.

(epd)

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 29 Mar 2020 15:52:16 +0200
Corona-Krise: Missionswerk ruft zu Hilfe für Talitha Kumi auf https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/corona-krise-missionswerk-ruft-zu-hilfe-fuer-talitha-kumi-auf.html
"Das dortige Gästehaus kann keine Gäste empfangen und hat keine Einnahmen. Es gibt Stornierungen für die nächsten Monate", betonte er. Der Schulunterricht der Hotelfachschule und der Primär- und Sekundärschule laufe online. Schüler und Lehrer seien zu Hause. "Etliche deutsche Lehrerinnen und Lehrer unterrichten inzwischen von Deutschland aus." Kindertagesstätte, Mädcheninternat und die Schulen seien verwaist. "Aber die Gehälter müssen weiter gezahlt werden. Talitha Kumi braucht dringend finanzielle Hilfe", sagte Theilemann.

Weiter sagte der Chef des Missionswerkes: "Die gegenwärtige Situation schränkt unsere Arbeit erheblich ein." Der Kontakt zu den in- und ausländischen Partnern per Mail und Telefonaten sei aber weiter sehr intensiv. Insgesamt unterstützt das Missionswerk weltweit etwa 25 Kirchen und entwicklungspolitische Projekte.

Einschränkungen gebe es auch beim Einsatz von Freiwilligen im In- und Ausland. Im Entsendejahr 2019/20 seien 27 Freiwillige ins Ausland geschickt worden. Sieben Einsatzplätze für Freiwillige aus dem Ausland standen in Berlin zur Verfügung. Alle deutschen Freiwilligen aus dem Ausland seien zurückgeholt worden, alle ausländischen Freiwilligen, die in Berlin waren, wieder zurück nach Hause gegangen. Diese Entscheidungen seien nicht leicht gewesen: "Wir haben uns von unserer Fürsorgepflicht leiten lassen." Die zuständigen deutschen Ministerien hätten entsprechende dringende Empfehlungen ausgesprochen, da die Reisemöglichkeiten immer geringer und komplizierter wurden.

Eine unmittelbare Gefährdung der Projekte im Ausland bestehe nicht, sagte Theilemann weiter: "Freilich hängt vieles davon ab, wie sich die Entwicklung in weiter vollzieht." Problematisch sei allerdings die Situation des Schulcampus Talitha Kumi in Palästina. Aktuell helfen dort das Auswärtige Amt und auch Brot für die Welt.

Das Berliner Missionswerk setzt sich nach eigenen Angaben "für ein lebendiges christliches Zeugnis ein" und unterstützt Kirchen sowie Entwicklungsprojekte im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien, Russland, Kuba, Nordamerika und Europa.

(epd)
www.berliner-missionswerk.de
www.talithakumi.org/de 

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 28 Mar 2020 10:20:52 +0100
Pfarrer plant Telefon- und Video-Abendmahl https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/pfarrer-plant-telefon-und-video-abendmahl.html Die evangelische Kirchengemeinde im brandenburgischen Brück will in der Corona-Krise das Abendmahl künftig per Telefon- und Videokonferenz feiern. Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte von Brück werde am Sonntag im Gottesdienst das Abendmahl "unberührt" und dennoch gemeinsam zuhause gefeiert, teilte Pfarrer Helmut Kautz am Freitag in Brück bei Potsdam mit. Dies sei die größte Veränderung in der Gemeinde "seit Luthers Reformation in Brück" vor rund 500 Jahren.

Als Martin Luther (1483-1546) am 17. Januar 1530 im Zuge einer Visitation nach Brück gekommen sei, habe er das gesamte Gemeindeleben verändert, betonte Kautz: "Unter anderem wurde der Pfarrer wegen Unfähigkeit rausgeschmissen." Schulisches, wirtschaftliches und kirchliches Leben hätten sich verändert und das Abendmahl sei nach neuem Ritus gefeiert worden, erklärte der Theologe: "Nun haben wir wieder besondere Zeiten, und die erfordern bekanntlich neue Formen."

Bei dem Abendmahl im Telefon- und Videogottesdienst solle sich am Sonntag jeder "einen Becher mit Saft oder Wein und ein Stück Brot auf den Tisch" stellen, betonte Kautz: "Die Einsetzungsworte spricht der Pfarrer und dann werden mit den Worten 'Christi Leib und Christi Blut für Dich gegeben' Brot und Wein verzehrt." Damit werde an Sterben und Auferstehung Jesu erinnert und die Gemeinschaft der Lebenden und Toten in Christus erlebbar gemacht.

Der evangelische Pfarrer hatte 2018 mit einem mehrmonatigen Pferde-Friedenstreck nach Russland auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt.

(epd)

Info
Telefon- und Videokonferenz mit Einwahlnummer für den Gottesdienst am Sonntag, dem 29. März, um 10.30 Uhr: http://u.epd.de/1h1e

www.kirche-brueck.de 

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Kirche und Digitalisierung Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 27 Mar 2020 13:19:35 +0100
Berliner Tafel liefert nach Hause https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/berliner-tafel-liefert-nach-hause.html
Möglich sei dies dank der Unterstützung von Firmen und Autovermietungen, die mit Fahrzeugen oder Fahrern helfen. Zudem hätten sich viele Ehrenamtliche gemeldet und das Technische Hilfswerk unterstütze mit zwei Fahrzeugen und Fahrerteams. In einigen Bezirken würden Radfahrer der "Rebel Riders" mit Lastenrädern die Verteilung von Tür zu Tür übernehmen.

Werth rief dazu auf, sich bei Bedarf bei den jeweiligen Kirchengemeinden zu melden, in denen ansonsten eine Ausgabestelle geöffnet hat: "Die Tafel fährt mit vorgepackten Tüten in die Einzugsbereiche der Kirchengemeinden und liefert die Lebensmittel an die Wohnungstüren." Vorrangig würden ältere oder kranke Menschen sowie Alleinerziehende mit mehreren Kindern beliefert. Außerdem gingen weiterhin Lebensmittel an soziale Einrichtungen.

Rund 50.000 bedürftige Menschen kommen sonst regelmäßig jeden Monat in die 45 Berliner "Laib und Seele"-Ausgabestellen. "Laib und Seele" ist eine Aktion der Berliner Tafel, der Kirchen und des RBB. Am Montagvormittag will der Berliner Erzbischof Heiner Koch die Berliner Tafel auf dem Großmarkt an der Beusselstraße besuchen.

(epd)

www.berliner-tafel.de

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 27 Mar 2020 10:33:09 +0100
Bernhard Felmberg wird evangelischer Militärbischof https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/bernhard-felmberg-wird-evangelischer-militaerbischof.html
Felmberg bleibe "in der Spur der friedensethischen Äußerungen der EKD", vertrete biblisch gegründete Positionen und bringe theologische Leitungserfahrungen mit, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Felmberg war nach Kritik an seiner Lebensführung 2013 aus dem Amt des EKD-Bevollmächtigten geschieden, der die Position der Kirche gegenüber der Bundespolitik vertritt. Der 54-Jährige war danach Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Ein damals von der EKD eingeleitetes Disziplinarverfahren gegen Felmberg wegen des Vorwurfs mehrerer Affären wurde eingestellt. Nach dem Pfarrdienstgesetz gelten für solche Amtsträger in der Kirche in Ehe und Familie besondere Verpflichtungen zur christlichen Lebensführung. "Die Entscheidung für Bernhard Felmberg haben wir in dem Bewusstsein darüber getroffen, dass es auch Brüche in seiner Biografie gegeben hat", sagte Bedford-Strohm. Über die Personalie wurde den Angaben zufolge im Rat der EKD und in der Kirchenkonferenz, dem Zusammenschluss der Landeskirchen, im Einvernehmen mit der Bundesregierung entschieden.

Felmberg erklärte, er verstehe das ihm anvertraute Amt "als Dienst an Soldaten und Soldatinnen mit ihren Familien, die ethisch und situativ höchste Verantwortung tragen". Er wolle Positionen der evangelischen Friedensethik in die Gesellschaft tragen: "Wir wollen unseren Teil zum gerechten Frieden beitragen."

Bedford-Strohm dankte Rink für dessen intensive Arbeit in der Militärseelsorge. Sigurd Rink war 2014 als erster hauptamtlicher Militärbischof der EKD eingeführt worden. Davor war das höchste Amt der evangelischen Militärseelsorge in Deutschland ein Nebenamt. Der Militärbischof leitet die Seelsorge an den Militärstandorten. Rund 100 evangelische Militärpfarrer sind bei der Bundeswehr im Einsatz.

Die Stelle ist für den Amtsinhaber auf sechs Jahre befristet, kann theoretisch aber verlängert werden. Rink sagte, er freue sich auf die neue Aufgabe. Auch das Amt als Militärbischof hätte er aber wohl gern behalten. Dem epd sagte Rink, er selbst sei offiziell mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit über die Personalentscheidung informiert worden.

Wie die Diakonie auf Anfrage mitteilte, übernimmt Rink zum 15. Juli die Büroleitung des Präsidialbereichs der Diakonie Deutschland. Präsident Ulrich Lilie sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit. Rink bringe auch einschlägige diakonische Erfahrungen aus seinem Dienst als Propst der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit.

(epd) ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 26 Mar 2020 18:35:29 +0100