p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/ Newsmeldungen de p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://vorschau.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 22 Jan 2021 00:23:01 +0100 Jüdische Musik zum Holocaust-Gedenktag in Berliner Synagoge https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/juedische-musik-zum-holocaust-gedenktag-in-berliner-synagoge.html
Gestaltet wird das Konzert demnach vom Kantor der Synagoge, Isidoro Abramowicz, dem Nimrod-Ensemble mit Christophe Horak und Oscar Bohórquez an der Violine, an der Viola Francesca Zappa, dem Cellisten Claudio Bohórquez und dem israelischen Klarinettisten Nur Ben Shalom. Michael Cohen-Weissert arrangierte die Musik. Ergänzt würden die "Lebensmelodien" durch biografische Texte und Briefe der Komponistinnen und Komponisten, die von der Schauspielerin Isabel Karajan gelesen werden.

Die Konzertreihe "Lebensmelodien" führt jüdische Musik aus der Zeit von 1933 bis 1945 auf, die überwiegend verloren ging oder in Vergessenheit geriet. Die Reihe war im November 2020 gestartet und ist auf zwei Jahre angelegt. Geplant sind demnach bis Ende 2022 bundesweit zehn Konzerte in Konzerthäusern, Kirchen und Synagogen. Das Projekt wird vom Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, gefördert.

(epd) 

www.ts-evangelisch.de/lebensmelodien ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 22 Jan 2021 00:23:01 +0100
Brandenburg verlängert Corona-Lockdown https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/brandenburg-verlaengert-corona-lockdown.html Potsdam (epd). Brandenburg verlängert den Corona-Lockdown und die bisherigen Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie bis zum 14. Februar. Die Infektionszahlen seien trotz teilweise sinkender Inzidenzen "immer noch viel zu hoch", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der Kabinettsentscheidung zur Umsetzung der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse am Donnerstag in Potsdam. Auch die Zahl der Todesfälle zeige, wie schwierig die Lage weiter sei.

Große Sorgen bereite zudem die in Großbritannien aufgetretene Mutation, die inzwischen auch in Berlin nachgewiesen wurde, sagte Woidke. Ziel sei, die Zahl der Corona-Neuinfektionen möglichst schnell auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 pro 100.000 Einwohner zu bringen.

Dazu werde nun im öffentlichen Nahverkehr sowie in und vor Geschäften für Kunden die Benutzung medizinischer Masken vorgeschrieben. Arbeitgeber sollten Arbeit von zuhause ermöglichen. In Pflegeheimen müssten Beschäftigte künftig FFP2-Masken tragen, wenn sie Kontakt zu Bewohnern haben. Den Landkreisen werde ab einer Inzidenz von 300 vorgeschrieben, Kitas zu schließen.

Gottesdienste mit mehr als zehn erwarteten Teilnehmern müssten zwei Tage zuvor beim Ordnungsamt angemeldet werde, hieß es. Dies gelte nicht für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften mit etabliertem Hygienekonzept, das den bekanntgemachten Anforderungen entspreche.

"Was wir weiter brauchen, ist Geduld, Vertrauen und Zuversicht", sagte Woidke: "Wir müssen weiter diszipliniert sein." Nur so sei eine schnellere Rückkehr in ein normales Leben möglich. Die neue Eindämmungsverordnung gilt ab Samstag.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 21 Jan 2021 16:39:36 +0100
„Möge Gott Ihar Losik auf seinem Weg für das Leben und die Freiheit bewahren“ https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/moege-gott-ihar-losik-auf-seinem-weg-fuer-das-leben-und-die-freiheit-bewahren.html Die Evangelische Kirche in Deutschland teilt mit: Seit dem 15. Dezember 2020 befindet sich Ihar Losik, ein 28-jähriger Blogger aus Belarus, im Gefängnis im Hungerstreik. Er wurde am 25. Juni 2020 unschuldig verhaftet und angeklagt, weil er sich für Presse- und Meinungsfreiheit, für Demokratie und freie Wahlen in seinem Land einsetzt. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe, wie auch mittlerweile 189 anderen politischen Gefangenen in Belarus.
 
Angesichts des sich stark verschlechternden Gesundheitszustandes von Ihar Losik äußert sich die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Vizepräsidentin des Kirchenamtes der EKD, Petra Bosse-Huber, wie folgt:
 
„Ich sehe mit großer Bestürzung, wie die Zahl der politischen Gefangenen in Belarus weiter zunimmt. Am meisten sorge ich mich in diesen Tagen um den inhaftierten jungen Blogger und Aktivisten Ihar Losik. Seit dem 15. Dezember 2020, also seit fast 40 Tagen, ist er im Hungerstreik und es geht ihm immer schlechter. Wahrscheinlich hat er nicht mehr lange zu leben. Belarus braucht aber mutige und aufrichtige Menschen wie Ihar Losik. Er muss leben dürfen – in Freiheit, mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Ich bete für seine Freilassung und die Freilassung aller unschuldig Inhaftierten der belarussischen Freiheitsbewegung. Und ich glaube, dass Gott uns auch in den tiefsten Tiefen nicht verlässt, sondern an unserer Seite ist. Möge er auch Ihar Losik auf seinem Weg für das Leben und die Freiheit bewahren.“
 
Hintergrund zu Belarus
Am 9. August 2020 fanden in Belarus Präsidentschaftswahlen statt. Bereits zuvor hatte der seit 26 Jahren autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko Gegenkandidaten die Zulassung zur Wahl verweigert und sie entweder unter fadenscheinigen Gründen verhaften lassen oder in die Emigration gezwungen. Internationale Wahlbeobachter waren nicht zugelassen, zivilgesellschaftliche Wahlbeobachter aus Belarus wurden massiv behindert, viele verhaftet. Die Einsatzkräfte des Regimes haben im Zusammenhang mit den Protesten rund 30.000 Personen vorübergehend festgenommen, Tausende wurden schwer misshandelt oder auf andere Weise unmenschlich und unrechtmäßig behandelt. Aktuell sind laut der belarussischen Menschenrechtsorganisation Vjasna 189 Menschen unschuldig als politische Gefangene inhaftiert. Die EKD ruft zur Solidarität mit allen Inhaftierten auf und setzt sich für ihre Freilassung ein.

Mehr Informationen: www.100xSolidarität.de

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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Thu, 21 Jan 2021 13:44:29 +0100
Täglich mehrmals trauern – Die Lage in Sachsens Friedhofs- und Bestattungswesen ist äußerst angespannt https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/taeglich-mehrmals-trauern-die-lage-in-sachsens-friedhofs-und-bestattungswesen-ist-aeusserst-angespan.html Dresden (epd). Die Corona-Pandemie rückt das Sterben in den Fokus. Bilder mit übereinandergestapelten Särgen in Dresden, Meißen und Zittau sorgen für Entsetzen. Krematorien arbeiten im Drei-Schicht-System. In Deutschland sterben täglich allein an und mit Covid-19 rund 1.000 Menschen.

Besonders dramatisch ist die Lage in Sachsen. Über Wochen war der Freistaat der Hotspot der Corona-Neuinfektionen. Mehr als 5.000 Menschen sind inzwischen an der Infektionskrankheit gestorben. Das führt zu dramatischen Situationen auch im Friedhofs- und Bestattungswesen. In den Krematorien kommen viel mehr Särge an als Einäscherungen stattfinden können. Aufbewahrungsräume reichen nicht mehr aus.

So auch in der Landeshauptstadt: In der ersten Januarwoche hätten im Krematorium Dresden-Tolkewitz so viele Verstorbene aufgenommen werden müssen wie noch nie zuvor, sagt die zuständige Bürgermeisterin, Eva Jähnigen (Grüne). Auch aktuell kämen dort täglich etwa doppelt so viele Verstorbene an wie zu dieser Jahreszeit üblich. Aber nur etwa die Hälfte von ihnen könne vor Ort eingeäschert worden.

Unterstützung kommt aus anderen Bundesländern. Pietät und Respekt würden gebieten, dass die Wartezeit bis zur Einäscherung so kurz wie möglich ist, sagt Jähnigen. Während eine Erdbestattung mit Sarg innerhalb von gut einer Woche stattfinden muss, darf es bei einer Urne laut Gesetz bis zu sechs Monate bis zur Bestattung dauern.

Dies nutzen viele Angehörige, weiß Friedhofsverwalterin Lara Schink vom Verband der Dresdner Annenfriedhöfe. "Wir verfolgen mit Sorge, dass sich das so aufstaut", sagt sie. Wie viele Urnen der jetzt Eingeäscherten auf die Dresdner Friedhöfe kommen, sei aber noch unklar.

Von ähnlichen Erfahrungen berichtet der Leiter des Garten- und Friedhofsamtes im westsächsischen Zwickau, Jörg Voigtsberger. Viele Angehörige würden Trauerfeiern auf spätere Termine verschieben, weil Beisetzungen derzeit coronabedingt nur mit insgesamt zehn Personen stattfinden dürften. "Die Terminpläne werden sich also weiter füllen", sagt er. Im Sommer könnte es zu einem rasanten Anstieg kommen.

Im Moment aber liege der Schwerpunkt eindeutig auf den Einäscherungen, sagt Voigtsberger. Er habe auch Kollegen aus anderen Bereichen des Garten- und Friedhofsamtes im Zwickauer Krematorium eingesetzt. Das Personal arbeite seit gut einem Monat an der Kapazitätsgrenze. Schon im Dezember war die Zahl der Todesfälle in der Kommune auf mehr als das Doppelte gestiegen.

Dieser Trend setze sich nun fort, sagt Voigtsberger. Doch die Zahl der täglichen Einäscherungen ist begrenzt - in Zwickau sind es zwischen 21 und 23 Särgen, die pro Tag verbrannt werden können. Die Verstorbenen kämen sogar aus dem Erzgebirge. Es kann aber laut Voigtsberger ebenso sein, dass Verstorbene aus Zwickau in einer anderen Stadt eingeäschert würden. Das hänge von den Bestattungsunternehmen ab.

Wie in anderen sächsischen Städten mussten auch in Zwickau zusätzliche Kühlmöglichkeiten geschaffen werden, um die Särge mit den Toten sachgerecht zwischenlagern zu können. Auch mobile Kühlgeräte kommen zum Einsatz. Bisher reichten aber die eigenen Räumlichkeiten aus.

"Bei uns geht es sehr pietätvoll zu", verspricht Voigtsberger. Aber es brauche natürlich überall mehr Personal, denn es gebe insgesamt mehr Arbeit - auch, um etwa im Standesamt Sterbeurkunden schnellstmöglich ausstellen zu können. Doch der Amtschef, zuständig für fünf Friedhöfe in Zwickau, gibt sich optimistisch: Im Moment ist das alles noch zu schaffen.

Viele Angehörige nutzen in der Corona-Pandemie auch Wochentage für Bestattungen, da Verwandte sowieso nicht anreisen dürfen. Für die Friedhöfe sei das schon eine Herausforderung, sagt Kristel Rönsch von der Friedhofsverwaltung der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde im ostsächsischen Zittau. Nahezu die gesamte Woche über werde bestattet, erzählt sie. Schon jetzt gebe es mehr Beerdigungen als in vergleichbaren Zeiträumen der Vorjahre. Sie habe die Erfahrung gemacht: "Die Angehörigen wollen nicht verschieben." Vier bis sechs Wochen Wartezeit - das ist für manche einfach zu lang.

So gab es am vergangenen Freitag auf dem Zittauer "Frauenfriedhof" gleich sechs Urnenbeisetzungen, einen Tag davor waren es Rönsch zufolge drei Erdbestattungen. Sonst werde vorzugsweise an Freitagen und Montagen bestattet, damit Familienmitglieder anreisen können. Es sei alles zu schaffen, sagt Rönsch, aber natürlich falle mehr Arbeit an und es brauche öfter Überstunden. Die Angehörigen sollen das aber nicht spüren. Da müssten andere Büroarbeiten erst einmal liegenbleiben.

Von Katharina Rögner (epd)

## Internet
www.bestattungen-dresden.de/krematorium.html
www.bestattung-information.de/partner/staedtische-friedhoefe-von-zwickau-allgemeine-friedhofsverwaltung/
www.frauenfriedhof-zittau.de/index.html
www.annenfriedhof-dresden.de/

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 21 Jan 2021 10:14:54 +0100
KMK-Präsidentin: Gleichwertiges Abitur 2021 bleibt das Ziel https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/kmk-praesidentin-gleichwertiges-abitur-2021-bleibt-das-ziel.html Berlin (epd). Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), hält Abschlussprüfungen an Schulen trotz verlängertem Corona-Lockdown für realistisch. Ernst sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, sie sehe auch nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern keinen Bedarf für eine Kurskorrektur. Nach jetzigem Stand der Pandemie wollten alle Bundesländer an den Abiturprüfungen und mittleren Schulabschlüssen festhalten.

"Stand heute, von dem was wir jetzt wissen, ist die Durchführung realistisch", sagte Ernst mit Blick auf die Abitursprüfungen. Die KMK werde sich auf Eckpunkte verständigen, "so dass wir die Schülerinnen und Schüler etwas unterstützen". Ziel sei es, "dass das auch ein mit dem vergangenen und dem Folgejahr gleichwertiges Abitur 2021 ist. Daran halten wir fest", so die SPD-Politikerin.

Ernst begrüßte es, dass für Abschlussklassen - trotz grundsätzlich verlängerter Schulschließung - auch Präsenzunterricht möglich bleibe. Es sei dabei gerechtfertigt, dass einzelne Länder - je nach Höhe der Infektionszahlen - in dieser Frage unterschiedlich handelten.

## Internet

RBB: http://u.epd.de/1qnw

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Jugend Kinder Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 21 Jan 2021 09:31:21 +0100
Gefängnispfarrer: "Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera" https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/gefaengnispfarrer-wir-haben-die-wahl-zwischen-pest-und-cholera.html Berlin/Großbeeren (epd). Die Gefängnisseelsorge kämpft wegen der Corona-Pandemie mit Einschränkungen in den Haftanstalten. "Das Angebot, das wir den Gefangenen machen können, hängt sehr von den Räumen vor Ort und der Kooperation der Anstaltsleitungen ab", sagte der Berliner evangelische Landespfarrer für Gefängnisseelsorge, Uwe Breithor, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dies sei über die Weihnachtsfeiertage besonders deutlich geworden.

Insbesondere Gruppenangebote wie etwa Bibelkreise, Gesprächs- oder Spielegruppen fänden derzeit - wenn überhaupt - nur noch sehr eingeschränkt statt. Einzelgespräche zwischen Seelsorgern und Gefangenen gebe es aber weiterhin. In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heidering im brandenburgischen Großbeeren (Kreis Teltow-Fläming) etwa, wo Breithor arbeitet, wurde unter anderem auch der Gefangenenchor bis auf weiteres eingestellt.

"Diese Entwicklung ist für viele Gefangene sehr frustrierend", sagte der Theologe: "Denn auch die Besuche durch Angehörige und Freunde finden derzeit unter neuen Bedingungen statt." Hierzu gehörten Maskenpflicht, Abstandsgebot und Trennscheibe sowie das Verbot von körperlichen Kontakten, "was vor allem für die Kinder von Inhaftierten schwer zu verstehen ist". Zusätzlich gebe es die Möglichkeit, dass Inhaftierte via Skype mit ihren Angehörigen kommunizieren können.

Grund dieser Maßnahmen sei die Furcht der Anstaltsleitungen vor einer Verbreitung des Corona-Virus unter Häftlingen und Personal. "Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera", unterstrich Breithor mit Blick auf die coronabedingte zusätzliche Isolation der Häftlinge. Grundsätzlich funktioniere die Kommunikation mit den meisten Anstaltsleitungen sehr gut, sagte der Gefängnisseelsorger weiter, "aber ab und zu knirscht es im Gebälk". "Viele sind froh, dass wir da sind. Bei anderen steht die Seelsorge nicht unbedingt so weit oben auf der Agenda. Da heißt es dann eher: Hauptsache wir stören nicht."

Die Arbeit der Gefängnisseelsorge ist gesetzlich auf Länderebene geregelt. Allerdings haben die Seelsorger je nach JVA unterschiedliche Möglichkeiten des Zugangs zu Gefangenen. Dies hänge auch von den vorhandenen Räumen und dem Personal ab, so Breithor. So steht in der JVA Heidering etwa eine Mehrzweckhalle zur Verfügung, die an den Weihnachtsfeiertagen für abstandsgerechte Gottesdienste genutzt wurde. In Gefängnissen älterer Bauart mit verschiedenen Gebäudetrakten geht es oft beengter zu.

Die Strafvollzugsgesetze, in denen auch die Resozialisierung zur späteren Wiedereingliederung in die Gesellschaft als Strafzweck festgeschrieben ist, sichern den Gefangenen die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen und den Zugang zu einem Seelsorger zu. Allerdings können Gefangene von der Teilnahme am Gottesdienst oder anderen religiösen Veranstaltungen ausgeschlossen werden, "wenn dies aus überwiegenden Gründen der Sicherheit oder Ordnung geboten ist", heißt es im Gesetz.

In den 13 Justizvollzugsanstalten mit zum Teil mehreren Standorten auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeiten insgesamt 16 hauptamtliche evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger. Hinzu kommen noch Seelsorger der katholischen Kirche und anderer Glaubensrichtungen. Insgesamt geht es aktuell um die Betreuung von etwa 5.300 Inhaftierten, darunter etwa 250 Frauen.

epd-Gespräch: Lukas Philippi

## Internet
Gefängnisseelsorger in der EKBO: http://u.epd.de/1qkd

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Thu, 21 Jan 2021 09:17:28 +0100
Steinmeier: Wollen, müssen und werden jüdisches Leben schützen https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/steinmeier-wollen-muessen-und-werden-juedisches-leben-schuetzen.html
Sichtbares Zeichen für das jüdische Leben in Deutschland sei etwa die Vollendung der restaurierten Torarolle aus Sulzbach. Diese ist geplant bei einem Festakt im Bundestag anlässlich des Internationalen Tages zum Gedenkens an die Opfer des Holocausts am kommenden Mittwoch (27. Januar). Bei der Gedenkfeier soll die Torarolle symbolisch von Vertretern der deutschen Verfassungsorgane vollendet werden. Dies sei für ihn "der erste Höhepunkt eines Festjahres, in dem wir 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiern", sagte der Bundespräsident.

Es erfülle ihn "mit Demut und Dankbarkeit", dabei sein zu können, wenn am Gedenktag für die Opfer von Verfolgung, Verbrechen und Völkermord durch das NS-Regime "die letzten Buchstaben dieser alten, geretteten und restaurierten Torarolle geschrieben werden". Der Amberger Rabbiner Elias Dray hatte die auf 1793 datierte Torarolle in einem versteckten Schrein in seiner Synagoge entdeckt. Sie trägt die Inschrift "Sulzbach" und ist eine der ältesten Torarollen im süddeutschen Raum.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 20 Jan 2021 18:15:19 +0100
Sachsen verlängert Lockdown bis zum 14. Februar https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/sachsen-verlaengert-lockdown-bis-zum-14-februar.html

Dresden (epd). Wegen der bundesweiten Verlängerung des Lockdowns bis 14. Februar verschiebt nun auch Sachsen den Schulstart in der Corona-Pandemie. Er war zunächst für den 8. Februar geplant. Jetzt sei der 15. Februar vorgesehen, kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Ausgenommen seien die rund 50.000 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, die im Freistaat bereits seit Montag wieder im Präsenzunterricht lernen - wenn auch in geteilten Gruppen.

Kretschmer bestätigte auch, dass der harte Lockdown für Sachsen bis zum 14. Februar verlängert wird. Nachgeschärft werden müsse nach den jüngsten Bund-Länder-Gesprächen nur in wenigen Punkten. Als Beispiel nannte der CDU-Politiker die Pflicht zum Tragen von ausschließlich medizinischen Masken beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr. Das Kabinett wolle am Dienstag die angepasste Corona-Schutzverordnung beschließen. Sie trete im Laufe der nächsten Woche in Kraft.

Jeder und jede solle sich in den kommenden drei bis vier Wochen zusammenreißen und die Corona-Maßnahmen einhalten, appellierte Kretschmer: "Wenn wir schon im Lockdown sind, dann muss er wirken wie nur irgend möglich." Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) warb dafür, dass Arbeitgeber Homeoffice ermöglichen. Sie seien angehalten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte er.

Sachsen müsse aus den Erfahrungen im Dezember lernen, als Krankenhäuser überlastet gewesen seien und Patientinnen und Patienten in andere Bundesländer verlegt werden mussten, sagte Kretschmer. Es mache ihn "wütend, dass diese Realitäten geleugnet werden und Menschen diese nicht zur Kenntnis nehmen wollen", betonte er mit Blick auf Corona-Leugner.

Das weitere Vorgehen in der Pandemie werde im Februar entschieden. "Wir sind auf einem Weg, der uns in Richtung niedrige Infektionszahlen bringt", sagte Kretschmer. Das sei vor dem Hintergrund möglicher Coronavirus-Mutationen auch dringend nötig. Der Lockdown solle aber "so kurz wie irgend möglich gehen".

Die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lagen am Mittwoch in Sachsen bei 193, für Deutschland verzeichnete das Robert Koch-Institut einen Inzidenzwert von 123. Angestrebt werden Werte um die 50.

Bund und Länder hatten am Dienstag nach langer Beratung eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar einschließlich Schulschließungen beschlossen. Hintergrund sind die neuen Virusmutationen, die sich laut Experten auch unter Kindern und Jugendlichen stärker verbreiten können als dies bei dem bisherigen Virus der Fall ist. Ausnahmeregeln für Abschlussklassen sollen trotz Lockdowns weiterhin möglich sein.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte das schnelle Vorgehen in Sachsen und fordert eine Rücknahme der Teilöffnung. Die Infektionszahlen seien für einen Präsenzunterricht noch zu hoch, erklärte die Vorsitzende der GEW Sachsen, Uschi Kruse. Selbst der 15. Februar könnte sich für die Öffnung von Schulen und Kitas in Sachsen als zu früh herausstellen. Solange ein Inzidenzwert von 50 nicht erreicht sei, sollten Bildungseinrichtungen gar nicht öffnen. Auch andere Bundesländer wie etwa Baden-Württemberg denken über Schulöffnungen vor dem 14. Februar nach.

## Info

Zu den Abschussklassen gehören Schülerinnen und Schüler an Oberschulen, Förderschulen und Gymnasien (Jahrgangsstufen 11 und 12) sowie an Beruflichen Gymnasien (Jahrgangsstufen 12 und 13), Fachoberschulen, Abendoberschulen, Abendgymnasien (Jahrgangsstufen 11 und 12) und Kollegs (Jahrgangsstufen 11 und 12).

## Internet

Zur Pressemitteilung: http://u.epd.de/1qn9 Zur Pressemitteilung GEW Sachsen: www.gew-sachsen.de/presse

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Wed, 20 Jan 2021 16:53:00 +0100
Katholische Friedensbewegung begrüßt Atomwaffenverbotsvertrag der UN https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/katholische-friedensbewegung-begruesst-atomwaffenverbotsvertrag-der-un.html Berlin (epd). Die katholische Friedensbewegung hat das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags der Vereinten Nationen begrüßt. "Wie wir schon oft betont haben, stellt zwar jede militärische Konflikteskalation in gewisser Weise eine Niederlage des menschlichen Miteinanders dar, doch kein Konfliktgeschehen kann in unseren Augen jemals den Einsatz von Kernwaffen legitimieren", heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Heiner Wilmer (Hildesheim), und des Präsidenten der Deutschen Sektion Pax Christi, Bischof Peter Kohlgraf (Mainz), die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Am 22. Januar tritt der Vertrag völkerrechtlich in Kraft.

Beide Bischöfe appellierten an die Atommächte, dem Vertrag beizutreten. "Wir rufen alle Staaten, die den Vertrag noch nicht unterzeichnet oder ratifiziert haben, insbesondere die Atommächte dazu auf, dem Vertrag beizutreten und die Doktrin der nuklearen Abschreckung zu überdenken", heißt es in der Erklärung.

Das Abkommen von 2017 ächtet die Entwicklung, die Tests, die Produktion, die Lagerung, die Stationierung, die Weitergabe, den Einsatz und die Drohung mit Atomwaffen. Die fünf offiziellen Atommächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien lehnen den Vertrag ab. Auch die Bundesregierung hat sich bislang dagegen ausgesprochen.

## Internet
Pressemitteilung: http://u.epd.de/1qn1

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Friedensarbeit Kirche und Politik Wed, 20 Jan 2021 13:05:00 +0100
Hilfswerke fordern Aufnahme von Flüchtlingen aus Bosnien https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/hilfswerke-fordern-aufnahme-von-fluechtlingen-aus-bosnien.html Berlin (epd). Ein Bündnis von rund 140 Organisationen fordert die sofortige Evakuierung des Flüchtlingslagers Lipa in Bosnien und die Aufnahme der Schutzsuchenden in der EU. "Die Bilder aus Lipa sind erschütternd", heißt es in einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Aufruf, den unter anderem Pro Asyl, Seebrücke, Balkanbrücke und kirchliche Verbände unterzeichnet haben. Die katastrophale Notlage sei die Folge europäischer Abschottungspolitik. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln: Deutsche Kommunen und Bundesländer stünden zur Aufnahme bereit.

Ende Dezember war das Camp Lipa nahe der kroatischen Grenze fast vollständig abgebrannt. In dem Lager und der Umgebung müssen laut einem in der vergangenen Woche bekanntgewordenen EU-Bericht nun rund 1.900 Menschen bei bis zu minus 15 Grad Celsius im Freien schlafen. Selbst wenn nun Wochen später das Camp notdürftig wieder aufgebaut werde, stelle das keine Lösung für die Geflüchteten dar, heißt es in dem Appell.

Die EU habe mit systematischen Zurückweisungen ("Pushbacks") die humanitäre Notlage erst geschaffen, kritisierten die Organisationen. Schutzsuchenden werde die Ankunft in der EU systematisch verweigert. Anstelle eines Asylverfahrens erwarte die Menschen in Kroatien eine gewalttätige Grenzpolizei, die sie mit brutalen Methoden zurück nach Bosnien-Herzegowina dränge. Die Bundesregierung unterstütze dieses Vorgehen: Erst im Dezember 2020 habe das Bundesinnenministerium der kroatischen Grenzpolizei 20 Fahrzeuge geschenkt.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 20 Jan 2021 10:07:32 +0100