p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/ Newsmeldungen de p251158.mittwaldserver.info: Newsmeldungen https://vorschau.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://vorschau.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 26 Sep 2020 13:09:31 +0200 Städte halten an Weihnachtsmärkten fest https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/staedte-halten-an-weihnachtsmaerkten-fest.html
So soll der Nürnberger Christkindlesmarkt stattfinden, aber er wird dezentraler gestaltet: Die Stände werden nach Angaben des Marktamtes in größeren Abständen und an diversen Plätzen in der Altstadt aufgestellt.

Auch Dresden will am traditionellen Striezelmarkt festhalten. Dort soll die Veranstaltungsfläche auf dem Altmarkt vergrößert werden, damit Händler und Gäste mehr Platz haben, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung erklärte.

In Berlin müssen Weihnachtsmarkt-Veranstalter laut Senatsgesundheitsverwaltung ein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen mit der Möglichkeit der Reduzierung von Kontakten, der Einhaltung des Mindestabstands und Vermeidung von Warteschlangen.

In Köln, wo alljährlich mehrere Weihnachtsmärkte stattfinden, ist die Lage unterschiedlich. Einige Betreiber hätten ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, so etwa auf dem Domplatz und dem Roncalliplatz. Auf dem Rudolfplatz hingegen sei ein Markt in Planung, erklärte die Stadt.

Für den Oldenburger Lamberti-Markt ist etwa nur rund die Hälfte der sonst 130 Stände angedacht. Doch steigende Infektionszahlen könnten zum Zünglein an der Waage werden, betonte ein Sprecher der Stadt: "Stand heute können wir deshalb auch nicht sagen, dass der Markt auf jeden Fall stattfindet."

In Frankfurt am Main ist nach Auskunft der Tourismus und Congress GmbH lediglich die Grundsatzentscheidung gefallen, dass es einen Weihnachtsmarkt geben soll. Allerdings sei auch klar, dass dieser nicht in gewohnter Weise auf dem Römerberg stattfinden könne.

Heidelberg will den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf verschiedene Plätze im Innenstadtgebiet verteilen. Die Areale sollen einzeln eingezäunt werden, um mit einer Einbahnregelung den Besucherstrom zu lenken, wie die Stadt ankündigte. Orte zum Verweilen wie Tische oder Bänke soll es nicht geben, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

In Hamburg wird erst zum Monatsende mit einer Entscheidung über die Weihnachtsmärkte gerechnet. Indessen wurde der Hamburger Winterdom genehmigt: Nur 6.000 Besucher dürfen sich gleichzeitig auf dem Heiligengeistfeld aufhalten, der Ausschank von Alkohol inklusive Glühwein wurde untersagt.

In Thüringen werde in den kommenden Wochen etwa mit dem Erfurter Oktoberfest die Machbarkeit getestet und das Konzept gegebenenfalls übertragen, erklärte das Sozialministerium. So sollten auf den Weihnachtsmärkten Alkohol nur bis maximal 21 Uhr ausgeschenkt und ausreichend Spender mit Desinfektionsmittel bereitgestellt werden.

Auch der Deutsche Schaustellerbund plädierte für Weihnachtsmärkte, da die bundesweiten Absagen von Volksfesten die Existenzen der Schausteller bedrohten. Zudem zeige eine von ihm in Auftrag gegebene Studie, dass Infektionsrisiken minimiert werden könnten, indem Abstände zwischen den Geschäften vergrößert und der Veranstaltungszeitraum verlängert werden, um den Besucherstrom zu entzerren, erklärte der Verband in Berlin.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 26 Sep 2020 13:09:31 +0200
Klimaproteste in Berlin mit mehreren tausend Menschen https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/klimaproteste-in-berlin-mit-mehreren-tausend-menschen.html
Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf sagte bei der Kundgebung am Brandenburger Tor, er sei "überwältigt, wie viele gekommen sind", obwohl der langersehnte Regen ausgerechnet zum Protesttag eingesetzt habe. Auch die Organisatoren aus der "Fridays for Future"-Bewegung zeigten sich positiv überrascht, dass sich nach einem starken Temperatursturz und ausgiebigem Niederschlag so viele Menschen an den Protesten beteiligten. "Wir sind so unfassbar viele", sagte eine Sprecherin auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor: "Es ist wirklich krass."

Die Coronakrise sei sehr groß, sagte Rahmstorf, der die Abteilung für Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung leitet. Die Klimakrise sei jedoch um ein Vielfaches dramatischer, betonte der Wissenschaftler. Sie werde die Erde noch über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg belasten. Selbst wenn der Kohlendioxidausstoß auf null reduziert werden könne, werde die nächste in rund 50.000 Jahren fällige Eiszeit ausfallen, weil selbst dann noch zu viel CO2 in der Atmosphäre sei.

Auch der Meeresspiegel werde noch lange Zeit ansteigen, betonte Rahmstorf: "Die Klimakrise macht keine Pause." An vielen Orten zeige sich derzeit, dass die globale Erwärmung auch das Waldbrandrisiko massiv verschärfe. Im Atlantik sei eine Rekordhurrikansaison zu verzeichnen.

Es gebe jedoch auch gute Nachrichten, betonte Rahmstorf, der sich bei "Scientists for Future" engagiert. Vor fünf Jahren hätten Umweltverbände ein Positionspapier mit Forderungen zur Eindämmung der Erderwärmung vorgelegt. Heute würden solche Vorschläge von der EU-Kommissionspräsidentin aufgegriffen. Dies sei zwar nicht ausreichend, aber ein "sehr großer Fortschritt", sagte Rahmstorf: "Diesen Fortschritt haben wir zum großen Teil 'Fridays for Future'" zu verdanken."

Die Themen des Berliner Aktionstags reichten vom Protest gegen Massentierhaltung über Klimaveränderungen als Fluchtursachen bis zur Unterstützung indigener Völker in Brasilien gegen illegale Goldsucher und Holzfäller. "Wir kämpfen hier, ihr kämpft dort", sagte eine Vertreterin der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt: "Für den Amazonas, gegen den Klimawandel."

Mit dem Aktionstag am Freitag sollte der öffentliche Druck für den Klimaschutz wieder verstärkt werden. Allein in Deutschland waren an rund 450 Orten Aktionen angekündigt. "Macht weiter", sagte Rahmstorf am Brandenburger Tor in Berlin: "Wir brauchen euch." An die Freitags-Demonstrationen in Deutschland sollte sich ein Aktionswochenende mit Schwerpunkt in den rheinischen Kohlerevieren anschließen.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 25 Sep 2020 18:09:27 +0200
Seit über 24 Stunden brennt das Dach der Jeremia Kirche in Berlin-Spandau https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/seit-ueber-24-stunden-brennt-das-dach-der-jeremia-kirche-in-berlin-spandau.html Seit über 24 Stunden kämpfen die Männer und Frauen der Berliner Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes mittlerweile gegen denDachstuhlbrand der Spandauer Jeremia Kirche. Über 250 Einsatzkräfte waren während dieser Zeit an den Löscharbeiten schon beteiligt. 

„Meine Gedanken sind bei den Menschen vor Ort, bei den Gemeindemitgliedern, unseren Mitarbeitenden, den Männern und Frauen der Berliner Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes“, erklärt Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. „Ich bin allen sehr dankbar, dass sie sich seit vielen Stunden mit ganzer Kraft dafür einsetzen, den Dachstuhlbrand in der Jeremia Kirche zu löschen“. 

„Bei dem Wort „Dachstuhlbrand“ denken wir alle sofort an das fürchterliche Feuer in Notre- Dame im letzten Jahr“, so die zuständige Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein. (Das Amt der Generalsuperintendentin entspricht dem einer Regionalbischöfin). Damals und auch heute wieder verdanken wir den Einsatzkräften vor Ort, dass Schlimmeres verhindert wurde.“ Besonders bitter sei, so Ulrike Trautwein, dass die Spandauer Jeremia Kirche gerade im Umbau ist und das Dach eigentlich heute abgenommen werden sollte. 

Nach jetzigen Kenntnisstand blieb die Orgel im Innenraum der Kirche zum Glück weitgehend unbeschädigt. Aufgrund der Renovierungsarbeiten sind einige Orgelpfeifen ausgelagert, der Rest ist gut verpackt. Auch gibt es keine giftigen Rauchgas-Rückstände, da im Dachstuhl nur ökologische Baumaterialien verwendet wurden.

(EKBO)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 25 Sep 2020 18:07:47 +0200
Brandenburger Freiheitspreis für Pfarrerin Beatrix Spreng https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/brandenburger-freiheitspreis-fuer-pfarrerin-beatrix-spreng.html Der Brandenburger Freiheitspreis 2020 des Domstifts Brandenburg geht an die evangelische Pfarrerin Beatrix Spreng aus Joachimsthal. Die Theologin engagiere sich seit mehr als 25 Jahren gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, insbesondere mit ihrer Jugendarbeit, erklärte der Kurator des Domstifts, Cord-Georg Hasselmann, am Freitag in Brandenburg an der Havel und Berlin zur Begründung. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung ist in diesem Jahr dem Thema "Demokratie leben - gegen den Populismus" gewidmet.

Der Brandenburger Freiheitspreis soll am 11. Oktober bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg überreicht werden, hieß es. Die Laudatio werde Elke Büdenbender, die Ehefrau des Bundespräsidenten und Schirmherrin des Preises, halten. Die Preisträgerin sei aus knapp 50 Vorschlägen ausgewählt worden.

Als Beatrix Spreng vor 26 Jahren als Pfarrerin die evangelische Gemeinde Joachimsthal in der Schorfheide übernahm, habe es im Ort immer wieder Probleme durch Übergriffe von Rechtsradikalen gegeben, hieß es. Um Kinder und Jugendliche vor dem Abdriften in die rechte Szene zu bewahren, habe die Theologin mehrere Gruppen ins Leben gerufen, anfangs gegen erheblichen Widerstand.

In Bands und Tanzgruppen würden so das Selbstbewusstsein und das Gruppengefühl der Jugendlichen gestärkt, damit rechtsradikales Gedankengut keine Chance bekomme, hieß es weiter. Vor allem das vielfach ausgezeichnete Projekt "BAFF - Bands auf festen Füßen" sei weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekanntgeworden. Daran beteiligen sich den Angaben zufolge derzeit sechs Gruppen mit insgesamt 60 Kindern und Jugendlichen.

"Die Grundlagen unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung werden immer unverhohlener durch populistische Bewegungen, überwiegend von rechts, infrage gestellt", betonte Hasselmann. Pfarrerin Beatrix Spreng habe vor diesem Hintergrund inzwischen mehr als ein Vierteljahrhundert lang vorbildlich gezeigt, wie wehrhafte Demokratie aussehen könne.

"Wir hoffen, dass ihr Einsatz viele andere motiviert, sich wie sie, zur Not auch gegen Widerstände, couragiert für die Wahrung unserer Freiheit einzusetzen", betonte Hasselmann. Sie freue sich sehr über die Auszeichnung, erklärte Spreng: "Unsere Arbeit zeigt, dass wir dem Rechtsextremismus keineswegs hilflos ausgeliefert sind." In Joachimsthal hätten Kinder und Jugendliche mit Musik und Tanz nun "fast schon seit Generationen gelernt, selbstbewusst zu werden und Demokratie zu leben".

Der Brandenburger Freiheitspreis wurde 2015 anlässlich des 850. Domjubiläums vom Domstift Brandenburg ins Leben gerufen. Er wird den Angaben zufolge alle zwei Jahre an herausragende Personen oder Institutionen vergeben, die durch ihr Engagement in den Bereichen Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beigetragen haben.

Vorsitzender der fünfköpfigen Jury ist der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Berliner Altbischof Wolfgang Huber. Erster Preisträger war 2016 das Menschenrechtszentrum Cottbus. 2018 wurde die Wohnungsbaugenossenschaft "Bremer Höhe" ausgezeichnet. Das Domstift Brandenburg gilt als älteste Institution des Landes Brandenburg.

(epd) 

Info
Der Brandenburger Freiheitspreis wird am Sonntag, dem 11. Oktober, um 17 Uhr bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg überreicht.

www.brandenburger-freiheitspreis.de 
www.dom-brandenburg.de 

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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 25 Sep 2020 18:05:27 +0200
Lobetalerin belegt bei Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung den ersten Platz https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/lobetalerin-belegt-bei-bundeskunstpreis-fuer-menschen-mit-behinderung-den-ersten-platz.html „Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Frau Claudia Fuchs beim Bundeskunstpreis 2020 mit ihrem Kunstwerk „Hund“ den ersten Platz belegt hat. Wir freuen uns zudem, Ihnen mitzuteilen, dass Herr Norbert Wandelt den 13. Platz belegt hat. Bitte richten Sie Frau Fuchs und Herrn Wandelt unsere herzlichsten Glückwünsche aus.“

So die Mitteilung des Fachbereichs Kultur der Stadtverwaltung Radolfzell am Bodensee. Am vergangenen Sonntag (20.9.) wurden die Preisträger bekannt gegeben. Claudia Fuchs lebt in der Wohnstätte Bethel der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

In einem kleinen Interview erzählt sie, wie sie auf die Idee und die Gestaltung ihrer Skulptur gekommen ist.

Frau Fuchs, wie sind Sie auf die Idee gekommen in der Kreativen Werkstatt Lobetal einen Hund herzustellen?

Als ich beginnen wollte, dachte ich, machst du mal einen Hund, der auf dem Hintern sitzt. Und das hab´ ich geschafft, und dass der Hund sehr genau irgendwo mit gestrecktem Hals hinschaut, hab ich so gewollt. 

Wie sind Sie auf die Farbe gekommen?

Es sollte eine unkonventionelle Farbe sein, also nicht alltäglich. Etwas Weißes mit Flecken, eine Farbe, die ich noch nicht gesehen habe. Man hat ja eine Beziehung zum Hund. Ist ja sowieso ungewöhnlich, dass der Hund am Bodensee gelandet ist. Für mich ist das eine Befriedigung, etwas getöpfert zu haben, wo die Leute gucken gehen.

Werden sie Ihren Erfolg auch feiern?

Ja das werde ich, mit Kaffee und Kuchen.

Claudia Fuchs hat sich auf Tierplastiken spezialisiert

Claudia Fuchs modelliert ausschließlich Tierplastiken. Seit 2019 arbeitet sie wöchentlich für zwei Stunden im Keramikatelier der Kreativen Werkstatt Lobetal. Töpfererfahrungen hat sie schon gesammelt, bevor sie in der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal lebte. Wenn sie in der Kreativen Werkstatt arbeitet, verwendet sie stets ihr eigenes Werkzeug.

Claudia Werner, Teamleiterin in der Wohngruppe, bot Frau Fuchs bei der Vorbereitung der Feier Hilfe an, wie zum Beispiel, mit ihr gemeinsam eine Reise zu der Ausstellung am Bodensee zu unternehmen. 

Hintergrund: Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung

Im Katalog zum 22. Bundeskunstpreis werden alle Preisträger verewigt. Die Ausstellung zum Bundeskunstpreis kann vom 20.09.2020 bis 08.11.2020 in der Villa Bosch in Radolfzell am Bodensee besucht werden. Neben den prämierten Arbeiten von Claudia Fuchs und Norbert Wandelt sind aus der Kreativen Werkstatt Lobetal die nominierten Arbeiten von Sven Becker, Detlev von Dossow, Dirk Krüger und Frank Krüger ausgestellt.

Den Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung vergibt die Stadt Radolfzell bereits seit 1978 alle zwei Jahre. Er richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland mit einem Schwerbehindertengrad von mindestens 80 Prozent, geistiger, körperlicher oder psychischer Art. Die Auszeichnung ist bundesweit einmalig und verhalf in den vergangenen 40 Jahren bereits über 6.500 Werken zu einer Würdigung in der Öffentlichkeit.

Der Bundeskunstpreis bietet somit deutschlandweit einen einzigartigen Rahmen für die Wertschätzung und den öffentlichen Ausdruck von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung. Werke von hoher künstlerischer Qualität sowie die Personen, die hinter ihnen stehen, erlangen dadurch Geltung und Sichtbarkeit in der Gesellschaft.

(Hoffnungstaler Stiftung Lobetal)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 25 Sep 2020 11:05:29 +0200
Evangelische Kirche in Berlin in Brand geraten https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/evangelische-kirche-in-berlin-in-brand-geraten.html In Berlin-Spandau ist die evangelische Jeremia-Kirche am Donnerstag in Brand geraten. Die Löscharbeiten hatten sich wegen der Dachkonstruktion zunächst als schwierig gestaltet, teilte die Berliner Feuerwehr am Donnerstagnachmittag über Twitter mit. Es seien rund 100 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen vor Ort gewesen. Laut Polizei war der Bereich wegen des Großeinsatzes weiträumig abgesperrt.

Es gebe keine Verletzen, sagte die Pfarrerin der Zuflucht und Jeremia Gemeinde, Axinia Schönfeld, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Demnach war der Dachstuhl des Kirchen-Neubaus in Brand geraten. Zur Brandursache gab es zunächst noch keine Informationen.

Unterdessen teilte die Berliner Feuerwehr weiter mit, dass eine Kameradin einer freiwilligen Feuerwehr bei dem Einsatz zwischenzeitlich einen Schwächeanfall erlitten habe. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

(epd) 

https://zuflucht-jeremia-gemeinde.de/ 

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 24 Sep 2020 20:25:51 +0200
"Aufmerksam sein für diejenigen, die nicht in Freiheit sprechen können" https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/aufmerksam-sein-fuer-diejenigen-die-nicht-in-freiheit-sprechen-koennen.html Am 24. September 2020 präsentiert Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, in der Marktkirche Hannover das Sonderpostwertzeichen "Frauen der Reformation". Diese Briefmarke ehrt die vielen Frauen, die ihrerzeit die Reformation trugen. Die meisten von ihnen sind unbekannt geblieben.

Ihre Anliegen wurden so wenig ernst genommen wie heute mitunter die Anliegen andersgläubiger Frauen. Die evangelische Kirche versteht sich mit Luther als eine immerfort sich reformierende Kirche. Der reformatorische Auftrag bestehe aktuell darin, „aufmerksam zu sein für diejenigen, die nicht in Freiheit sprechen können“; sagt die Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD), Susanne Kahl-Passoth. Sie fordert: "Wir müssen die Reformation ökumenisch denken und uns der Kritik andersgläubiger Frauen stellen."

Die Erstausgabe für die Sonderpostmarke erfolgt am 1. Oktober 2020. Mehr Informationen gibt es beim Bundesfinanzministerium.

> Pressemitteilung der EfiD vom 23. September 2020 im Wortlaut

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Ökumene Startseite Wed, 23 Sep 2020 13:03:20 +0200
Forschende interessieren sich für Lebensläufe christlicher DDR-Schüler*innen https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/forschende-interessieren-sich-fuer-lebenslaeufe-christlicher-ddr-schuelerinnen.html Für ein Forschungsprojekt zu Lebensläufen christlicher Schüler*innen in der DDR bittet die Universität Erfurt um Mitarbeit. Um neue Perspektiven auf das Thema zu ermöglichen, seien Betroffene aufgerufen, ihre Bildungsgeschichte aufzuschreiben, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Willkommen seien Texte jedweder Art und ergänzende Materialien. Form und Länge spielten keine Rolle.

"Erzählen Sie, woran Sie sich erinnern und wie Sie Ihre Geschichte bewerten", erläuterte Ringo Müller von der Universität Erfurt. Die Wissenschaftler interessiere, wie Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in ihren Bildungsbestrebungen benachteiligt wurden, heute auf diesen Lebensabschnitt zurückblickten. Müller und seine akademischen Mitstreiter wollen dann untersuchen, wie sich diese persönlichen Erfahrungen in die bisherigen Forschungen über Ungleichbehandlungen von Christen in der sozialistischen Gesellschaft einpassen lassen.

Für Menschen christlichen Glaubens hielt das DDR-Bildungssystem viele Hürden bereit. Das Projekt "Bildungs(um)wege" an der Erfurter Katholisch-Theologischen Fakultät sammele und untersuche diese Erfahrungen christlicher DDR-Bürger, erklärte Historiker Müller. Es gehöre zu insgesamt zwölf Vorhaben an den Universitäten Jena und Erfurt, die in einem Forschungsverbund die Erinnerungsgeschichte an die späte DDR und die Nachwendezeit untersuchten.

(epd) 

Info
Der Schreibaufruf startet am 1. Oktober. Wer sich beteiligen möchte, kann sich entweder unter www.uni-erfurt.de/go/schreibaufruf informieren oder direkt an Ringo Müller wenden (Telefon: 0361/737-4972, Mail: ringo.mueller@uni-erfurt.de).Einsendungen werden bis Ende Februar 2021 erbeten.

www.uni-erfurt.de 

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Friedliche Revolution und Mauerfall Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:44:50 +0200
Umgang mit Demenz ist eine Gemeinschaftsaufgabe https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/umgang-mit-demenz-ist-eine-gemeinschaftsaufgabe.html Die evangelische Kirche will in ihrer Arbeit in Seelsorge und Gemeinde verstärkt die Interessen von an Demenz erkrankten Personen berücksichtigen. Das gab der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann, im Vorwege der Vorstellung der Nationalen Demenzstrategie (NDS) bekannt. „Wir sind sehr dankbar für die Nationale Demenzstrategie. Sie wird hoffentlich die Lebensbedingungen von an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen spürbar verbessern und ihnen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhelfen“, sagte Dutzmann in einer Grußbotschaft für die Vorstellung der NDS am 23. September. „Schon vor Jahren haben wir unter kirchlichen Mitarbeitenden für eine demenzsensible Gemeindearbeit geworben. Die Nationale Demenzstrategie gibt diesen Bemühungen Rückenwind, wenn zum Beispiel Chöre gezielt auf Menschen mit kognitiven Einschränkungen zugehen und sie zum Mitmachen einladen - für ein Zusammenwirken, das allen guttut“, so Dutzmann. „Der Umgang mit Demenz ist eine Gemeinschaftsaufgabe“.
 
Die NDS wird am 23. September durch die Bundesministerinnen Dr. Giffey und Karliczek und Bundesminister Spahn präsentiert.  Damit wird zugleich der offizielle Auftakt zur Umsetzung gegeben.
 
Den Kirchen kommt im Kontakt mit dementiell Erkrankten und deren Angehörigen eine besondere Rolle zu, da sie vom konkreten Miteinander in den Kirchengemeinden über Beziehungen in der Seelsorge bis hin zur Arbeit und der Trägerschaft von diakonischen Einrichtungen Akteurinnen der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen sind.
 
Die für die evangelische Kirche im Rahmen der NDS identifizierten Aufgaben und Herausforderungen liegen ganz auf der Linie des 2013 veröffentlichten EKD-Textes „Wenn die alte Welt verlernt wird: Umgang mit Demenz als gemeinsame Aufgabe“. Unterstrichen wird dies durch die  Veröffentlichungen der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD, die auf eine Etablierung von geeigneten Formen der Teilhabe dementiell erkrankter Menschen am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben abzielen.

(EKD)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:43:26 +0200
Campanile der Potsdamer Friedenskirche soll ab 2021 saniert werden https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/campanile-der-potsdamer-friedenskirche-soll-ab-2021-saniert-werden.html
Dank des finanziellen Engagements der Hermann-Reemtsma-Stiftung und des TV-Moderators Günther Jauch und seiner Frau seien bereits große Teile der Kosten gesichert, hieß es. Für rund 3,8 Millionen Euro lägen inzwischen verbindliche Förderzusagen vor. Davon komme rund eine Million Euro von der Reemtsma-Stiftung.
Derzeit seien noch rund 500.000 Euro offen, die durch die Spendenkampagne der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eingeworben werden sollen, hieß es weiter. Die Sanierungsarbeiten sollen Anfang 2021 beginnen und bis Anfang 2024 abgeschlossen werden.

Das Ensemble der Friedenskirche mit ihrem wenige Meter vom Kirchenschiff entfernt stehenden Glockenturm sei ein großes Meisterwerk der historisierenden Architektur des 19. Jahrhunderts, sagte Vogtherr. König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) habe damit seinerzeit ein Fanal für das christliche Preußen und zur Neutralisierung der Aufklärung setzen wollen. Es sei ein "schöner Treppenwitz der Weltgeschichte", dass sich nun ein demokratisches Gemeinwesen um den Erhalt des Denkmals kümmere, sagte Vogtherr.

Jauch sagte, für ihn sei die Friedenskirche mit schönen persönlichen Erinnerungen verbunden. Bei seinem ersten Besuch in Potsdam Heiligabend 1989 habe er die Friedenskirche als besonders schönes Bauwerk bewundert. Obwohl katholisch, habe er dann in der evangelischen Kirche seine Hochzeit gefeiert, sagte Jauch. Die Hochzeit sei damals kurzfristig verlegt worden, weil Journalisten von dem eigentlich geplanten Hochzeitsort, der Sacrower Heilandskirche an der Havel, erfahren hätten.

Vor fünf Jahren war bereits eine Spendenkampagne zum Auftakt der Sanierung der Friedenskirche gestartet worden. Inzwischen wurden die Arbeiten an den Kirchendächern und die Restaurierung des aus Venedig stammenden rund 800 Jahre alten Apsismosaiks im Kircheninneren abgeschlossen. An der Finanzierung der rund eine Million Euro teuren Arbeiten war ebenfalls die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt.

Das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde und die Unterstützung durch private Förderer leisteten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Denkmalensembles, betonte Vogtherr. Nach den Arbeiten am Campanile seien die nächsten Sanierungsschritte unter anderem an der Fassade der Friedenskirche nötig, sagte Bereichsbauleiter Frank Karalus: "Wenn wir den Turm fertig haben, dann geht es weiter."

Die preußische Schlösserstiftung ist Eigentümerin der von 1845 bis 1848 errichteten Friedenskirche. Das nach Plänen des Hofarchitekten Ludwig Persius (1803-1845) gebaute Gotteshaus im Marlygarten von Sanssouci wird von der evangelischen Kirche genutzt. Architektonische Vorlage für die Kirche war ein idealisierter Kupferstich der Basilika San Clemente in Rom. Vorbild des Campanile ist der Glockenturm der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 23 Sep 2020 10:41:25 +0200